Reibe und co. schrumpfen auf drei: deutsche blamage in der march madness
Sieben Minuten Bank, null Punkte, null Rebounds – das ist die ernüchternde Bilanz von Eric Reibe im Achtelfinale der March Madness. Der U19-Vizeweltmeister überlebte mit UConn die erste K.o.-Runde, doch seine persönliche Statistik wirkt wie ein Stolperstein auf dem Weg zum Traum vom Final Four.
Reibe vs. Duke: Am Sonntag um 23.05 Uhr wartet mit den Blue Devils der absolute Titelfavorist. Die Huskies gelten als Außenseiter, und der deutsche Forward wird wohl wieder nur Kurzeinsätze erhalten. Dwayne Koroma saß gegen Michigan State komplett auf der Bank – ein Schlag ins Gesicht für den langen Athleten, der in der Vorbereitung noch als Geheimwaffe galt.

Michigan marschiert – ohne deutsche hilfe
Malick Kordel durfte beim 90:77-Sieg der Wolverines gegen Alabama gar nicht ran. Trainer Dusty May rotiert konsequent durch, und der Stuttgarter Flügel fällt durchs Raster. Nun geht es gegen Tennessee, das selbst Dominykas Pleta aus dem Turnier warf. Der ehemalige Ludwigsburger kam bei Iowa State auf einen mageren Punkt, einen Rebound und einen Assist – Statistikzeilen, die keine NBA-Scouts aufschrecken lassen.
14 Deutsche begannen das Turnier, nur drei sind übrig: Reibe, Koroma und Ivan Kharchenkov. Der Ex-Bayern-München-Profi trifft in der Nacht zum Sonntag (1.49 Uhr) mit Arizona auf Purdue. Die Wildcats gehören zu den Mitfavoriten, doch die Boilermakers um Zach Edey gelten als unschönes Los. Wer hier verliert, fliegt raus – und die deutsche Fahne würde ein weiteres Mal sinken.
Die March Madness ist kein Entwicklungsprogramm, sondern ein gnadenloser Prüfstein. Wer nicht liefert, verschwindet in der Versenkung. Für Reibe und Co. wird der Druck am Sonntag noch größer – entweder sie liefern, oder sie gehören bald zur Liste der Vergessenen.
