Reibe steht im march-madness-viertelfinale – doch die zahlen nageln ihn an die bank

Eric Reibe lebt den Traum von 64 Colleges – und trotzdem bleibt er in der Nacht von Freitag auf Samstag ein Statist. Die UConn Huskies schleusen den deutschen U19-Vizeweltmeister ins Viertelfinale, siegen 67:63 gegen Michigan State, aber Reibes Beitrag: 0 Punkte, 0 Rebounds, 7 Minuten. Ein Eintrag im Protokoll, mehr nicht.

Duke wartet – und die nation fragt: wann kommt der deutsche einsatzwurf?

Am Sonntag (23.05 Uhr MESZ) trifft UConn auf Duke, den Favoriten mit dem Megahype-Kader. Für Reibe könnte die Partie die Bühne sein, auf der er endlich die Kameras auf sich zieht. Bisher ist er Nebenrolle, während Malick Kordel (Michigan) und Dwayne Koroma (UConn) gar nicht erst ran durften – ein deutscher Dreierbund, der mehr sitzt als spielt.

Die March Madness frisst ihre Talente gnadenlos. Von 14 deutschen Spielern sind nur Ivan Kharchenkov (Arizona) und Reibe übrig. Kharchenkos Wildcats treffen in der Nacht zum Sonntag (1.49 Uhr) auf Purdue, die Schule, die schon Zach Edey groß machte. Die Bilanz: 62 Teams raus, zwei Deutsche stehen – Quote 3,1 %.

Die arena brüllt, die uhr tickt – indianapolis ruft

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Final Four ist vom 4. bis 6. April in Indianapolis. Bis dahin müssen Reibe und Co. beweisen, warum sie 5.000 Meilen von zuhause flogen. College-Basketball ist kein Schaulaufen, sondern ein Geschäftsmodell: Wer jetzt glänzt, sichert sich Draft-Ranking, Sponsoren, Millionen. Wer nicht, verschwindet im TV-Trubel.

Die Huskies haben den Kader, die Athletik, die Defense. Fehlt nur ein deutscher Akzent, der laut wird. Reibe hat 48 Stunden, um seine Sieben-Minuten-Statistik zu löschen. Danach ist entweder Duke Geschichte – oder er selbst.