Desg umbruch nach desastrierenden olympischen spielen: trainerflucht in groningen und frankreich?
Mailand hallt noch nach
, und die deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) steht vor einem radikalen Umbruch. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand verlässt das Trainerteam prominentes Personal, was die Zukunft des deutschen Eisschnelllaufs ungewiss erscheinen lässt.
Van der wulp geht nach groningen, contin fördert talente in frankreich
Der erfahrene Niederländer Aart van der Wulp, bislang als Sprint-Bundestrainer für die DESG tätig, wird künftig in Groningen Eisschnelllauf-Talente fördern. Ein Verlust, der die Sprintdisziplin in Deutschland spürbar treffen wird. Parallel dazu wechselt auch der Franzose Alexis Contin, bisheriger Allround-Bundestrainer, zurück in seine Heimat, um dort die Entwicklung der französischen Nationalmannschaft im Blick auf die Winterspiele 2030 zu unterstützen. Ein klarer Hinweis darauf, dass die DESG nicht nur den einen oder anderen Abschied verkraften musste.
Die Tatsache, dass Contin, der zudem noch Ehemann der DESG-Sportdirektorin Nadine Seidenglanz ist, bereits während der Olympischen Spiele in Mailand in die Kritik des Eisschnellläufers Fridtjof Petzold geriet, deutet auf tieferliegende Probleme hin. Die öffentliche Kritik warf einen langen Schatten und dürfte den Umbruch im Trainerstab zusätzlich beschleunigt haben.
Keine Medaille in Mailand – eine bittere Bilanz Die DESG blieb zum vierten Mal in Folge bei Olympischen Winterspielen ohne Medaille. Eine erschreckende Serie, die den Druck auf den Verband enorm erhöht hat. Die Suche nach neuen Trainern für die beiden Bundestrainer-Posten läuft bereits auf Hochtouren; die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai. Auch die Position am Stützpunkt in Inzell ist vakant – ein Posten, der bislang von der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein besetzt war, der Lebensgefährtin des DESG-Präsidenten Matthias Große. Hier zeichnet sich eine brisante Gemengelage ab.
Die öffentliche Ausschreibung der Stellen ist ein Zeichen dafür, dass die DESG bereit ist, alles zu tun, um den Fehlern der Vergangenheit abzuräumen. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft wieder zu alter Stärke zu verhelfen, bleibt abzuwarten. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um den Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu ebnen. Der Verband muss jetzt handeln, um den Glauben an den deutschen Eisschnelllauf nicht endgültig zu verlieren.
