Playoff-kracher vor dem start: davos dominiert 2026, zug versinkt im krisenmodus
Die Playoffs stehen vor der Tür, doch wer 2026 wirklich glänzte – und wer abstürzte – zeigt erst der Blick auf die Jahrestabelle. HC Davos marschiert mit 2,35 Punkten pro Partie an die Spitze, während der EV Zug mit 1,05 Zählern sein schlechtestes Kalenderjahr seit Jahren einfährt. Die Zahlen lügen nicht, sie enthüllen echte Trendwenden.
Davos flüstert von der meisterschaft – ohne verlängerung
Kein einziger Sieg der Bündner ging über die reguläre Spielzeit hinaus. 13 Siege, 40 Punkte, null Gnade. Josh Holdens Mannschaft schickt damit ein Signal bis nach Fribourg und Genf: Ihr jagt uns, wir laufen schon. Die Konkurrenz kann nur hoffen, dass der Playoff-Druck das Tempo drosselt – doch wer Davos in den letzten Wochen sah, weiß: Die Maschine läuft auf Hochtouren.
Die Verfolgung wird eng: HC Fribourg-Gottéron (2,06) und Genève-Servette (2,05) trennt ein winziger Tick. Beide Teams profitieren von einer stabileren Defensive nach der Olympia-Pause. Besonders die Genfer erlaubten nur 19 Gegentore in 17 Januar-/Februar-Partien – ein Wert, der sie im Frühjahr zum Geheimtipp macht.

Zugs talfahrt und ajoies versteckte moral
Die Zentralschweizer verpassten den Anschluss an die Spitze bereits im ersten Monat des Jahres. Fünf Siege, zwölf Niederlagen – mehr muss man nicht sagen. Trainergespräche? Verbandsrunden? Alles offen. Die Play-ins retteten das Gesicht, doch wer nur 1,05 Punkte sammelt, darf sich nicht wundern, wenn die Fans nach Köpfen verlangen.
Ganz unten klebt weiterhin der HC Ajoie, allerdings mit einem Knallersatz: Zehn Niederlagen, ja, aber fünf davon erst nach 60 Minuten. Wer genau hinsieht, erkennt: Die Jurassier verlieren nicht – sie scheitern knapp. Das ist kein Trost, sondern ein Warnschuss für die Playout-Gegner: Unterschätzt uns nicht.

Bern und biel – die späten aufsteiger
Der SC Bern schaffte die Playoff-Wende buchstäblich im letzten Moment. Neun Siege, neun Niederlagen klingen nach Mittelmaß, doch die Serie zum Schluss versetzt den Mutzen noch einmal Selbstvertrauen. Ob das reicht, um im Viertelfinal gegen Davos mitzuhalten? Die Wette gilt: Die Berner benötigen einen heißen Torhüter und 120 % Disziplin, sonst wird es eine kurze Geschichte.
EHC Biel-Bienne profitierte vom Trainerwechsel auf Christian Dubé. 26 Punkte aus 18 Partien – mehr holte kein Team unter einem neuen Coach. Die Play-ins waren der Lohn, doch jetzt heißt es: Leistung konservieren. Denn wer in der Jahrestabelle acht wird, darf in den Playoffs ruhig auch träumen.

Die zehn worte, die die meisterschaft entscheiden könnten
Torhüterform, Special Teams, Defensiv-Commitment – das kennen wir alles. Doch 2026 kommt eine neue Variante hinzu: Phasenstabilität. Davos, Fribourg und Genf gewannen nicht nur, sie gewannen vor allem dann, wenn es darauf ankam. Kein Trend, keine Glückssträhne – pure Konstanz. Genau das trennt Titelaspiranten von Frühjahrshelden.
Die Playoffs starten, die Tore werden fallen, und die Jahrestabelle ist ab sofort Makulatur. Trotzdem: Wer hier oben stand, trägt Selbstvertrauen im Gepäck. Wer unten landete, weiß, dass eine Serie von drei Siegen alles zurechtrückt. In der Schweiz sagt man: „Es isch no lang nix g’siegt, aber au nix verlore.“
Für den HC Davos gilt: 2,35 Punkte pro Spiel sind kein Versprechen, aber ein Vorsprung. Und Vorsprünge haben in der Post-Season schon manchen Favoriten vor dem Finale gesehen.
