Pistons stoppen lakers mit 113:110 – jenkins zerstört dončićs traum von der perfekten serie

Detroit – In der Little Caesars Arena schlug das Basketballherz plötzlich für einen Ungeläufigen. Daniss Jenkins, vor 48 Stunden noch ein Name für Basketball-Nerds, katapultierte die Pistons mit 30 Punkten – davon sechs in den letzten 34 Sekunden – zum 113:110-Sieg gegen die zuvor neunmal unbesiegten Lakers. Damit riss die längste Siegesserie der Saison ab, Luka Dončić versenkte den letzten Versuch zur Verlängerung in der gegnerischen Plexiglaswand.

Die nacht, in der ein undrafted rookie die superstars verjagte

Jenkins, 24, spielte College-Basketball in New York, wurde 2023 nicht gedraftet, schlitterte über die G-League nach Detroit und schoss sich mit einem Karriere-Tag ins Rampenlicht. „Er war schon in der Halbzeit sauer, weil er zwei freie Würfe verloren hatte“, sagte Pistons-Coach J.B. Bickerstaff. „Danach hat er jeden einzelnen Ball reingemacht.“ Die Zahlen sind schon fast absurd: 10/15 Feld, 4/7 Dreier, 6/6 Freiwürfe – und das alles gegen eine Lakers-Defense, die vor dem Spiel die zweitbeste der Liga war.

Die Lakers selbst lieferten sich ein Achterbahn-Spiel. Sie lagen einmal 16 Punkte zurück, drehten das Spiel in der zweiten Hälfte und gingen 39,9 Sekunden vor Schluss durch Deandre Aytons Freiwürfe erstmals in Führung. Doch Jenkins antwortete mit einem Lay-up, verwandelte nach einem Dončić-Fehler zwei weitere Freiwürfe und spielte 32 Sekunden vor Ende den 110:109-Führungskorber selbst. „Wir haben die richtige Intensität gefunden, als es darauf ankam“, sagte Bickerstaff. „Und Daniss hat das Feuer angezündet.“

Dončićs zahlen-monster reicht nicht

Dončićs zahlen-monster reicht nicht

Luka Dončić warf 32 Punkte, füllte die Box-Score-Spalten mit 7 Rebounds und 6 Assists, schaffte damit seine 41. 30-Punkte-Partie dieser Saison – kein NBA-Spieler hat mehr. Er überwand die Marke von 5.000 Field-Goals in der NBA und verlängerte seine aktuelle 30-Punkte-Serie auf zehn Spiele. Dennoch ging er mit hängender Schulter in die Kabine. „Wir haben die richtige Energie zu spät gefunden“, sagte Dončić. „Und ich habe den letzten Wurf völlig verzogen.“

Die Lakers verpassten vor allem Marcus Smart, der wegen Oberschenkelproblemen ausfiel. „Nicht nur defensiv, er bringt uns auch die nötige Härte in kritischen Momenten“, beklagte Coach JJ Redick. Ohne ihn musste Austin Reaves 38 Minuten durchpusten und punktete zwar 24 Mal, konnte aber in der Schlussphase nicht mehr retten. LeBron James blieb in der ersten Halbzeit erstmals seit 2010 ohne Korberfolg, beendete das Spiel dennoch mit 12 Punkten und 10 Assists – nur einen Rebound fehlte zum Triple-Double.

Pistons auf playoff-kurs – lakers lernen demut

Pistons auf playoff-kurs – lakers lernen demut

Für Detroit war es der siebte Sieg in den letzten acht Spielen, der vierte gegen ein Team mit Siegquote über .600. Ohne ihren verletzten Topscorer Cade Cunningham (Kollapslunge) beweisen die jungen Pistons, dass ihre Defense kein Zufallsprodukt ist. Jalen Duren dominierte mit 20 Punkten und 11 Rebounds die Zone, die Bank steuerte 42 Punkte bei 54 % Feldwurfquote bei. „Wir wollen die neue Bad-Boys-Ära einläuten“, sagte Jenkins nach dem Spiel – und lächelte, als hätte er gerade die NBA-Welt verändert.

Die Lakers müssen nun nach Philadelphia weiter, wissen aber, dass ihre Serie nur ein Vorgeschmack war. „Wir sind gut, aber noch nicht groß“, sagte Redick. „In der Nacht, in der ein undrafted Rookie 30 Punkte wirft, wird dir klar: In dieser Liga kann dir jeder wehtun.“ Die Tabelle lügt nicht: Die Pistons sind seit Januar 18-8, die Lakers müssen wieder von vorn beginnen. Und Jenkins? Der führt jetzt nicht nur die Pistons, sondern auch die NBA-Social-Media-Charts an – mit einem Video, das ihn in Zeitlupe zeigt, wie er Dončić den Ball abnimmt. Die Botschaft ist klar: In Detroit ist gerade jemand aufgestanden, den man sich merken sollte.