Nba-europa-liga: milliardendeal im stocken – türkischer fußball wehrt sich!

Die NBA hält an ihrem ambitionierten Plan fest, eine europäische Liga ins Leben zu rufen – doch die Verhandlungen gestaltensich deutlich schwieriger als erwartet. Während die nordamerikanische Liga bereits lukrative Angebote in Milliardenhöhe erhalten haben soll, regt sich nun massiver Widerstand unter europäischen Basketball-Machtzentren, insbesondere im türkischen und spanischen Raum. Ein deal, der demnach mehr an eine gewaltsame Übernahme erinnert, als an eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Hohe anteile und steile eintrittsgebühren stoppen den traum

Hohe anteile und steile eintrittsgebühren stoppen den traum

Laut Informationen des Wirtschaftsnachrichtenportals Bloomberg zögern zahlreiche Fußballvereine, sich dem Vorstoß der NBA anzuschließen. Der Knackpunkt: Die geforderten finanziellen Bedingungen sind alles andere als fair. Neben einer Eintrittsgebühr in Millionen- bis Milliardenhöhe verlangt die NBA einen beträchtlichen Anteil am Eigentum der Franchises. Die Pläne sehen vor, dass die Liga satte 45 Prozent der Umsätze einstreicht, weitere 45 Prozent gehen an die Eigentümer, und die restlichen zehn Prozent werden aufgeteilt zwischen dem Weltverband FIBA und potenziellen zukünftigen Partnern. Eine Aufteilung, die in den Augen vieler europäischer Entscheidungsträger schlichtweg unzumutbar ist.

Die spanische Marca brachte die Situation gar mit einer Analogie zu Donald Trumps plötzlicher Forderung nach einer Invasion in Venezuela ins Spiel. Ein Zitat einer anonymen Führungskraft unterstrich die Brisanz: „Ich komme in dein Land und nehme es dir weg. Morgen zahlst du mir 500 Millionen für dein Land und 45 Prozent von allem, was dein Land für uns erwirtschaftet.“

Paris Saint-Germain, trotz exzellenter Kontakte zur NBA, hält sich ebenfalls zurück. Auch das Interesse englischer Top-Klubs scheint sich merklich abgeschwächt zu haben. Die NBA hingegen gewöhnt sich an eine andere Kultur: In ihrer eigenen Liga schüttet der Verband über die elf Jahre des neuen TV-Vertrages hinweg durchschnittlich 91 Prozent aller Einnahmen an die 30 Franchises aus. Ein Unterschied, der die Diskrepanz der Verhandlungsbedingungen unterstreicht.

Die EuroLeague, unter der Leitung von Chus Bueno, und die NBA, vertreten durch George Aivazoglou, trafen sich am Rande des EL-Spiels zwischen Fenerbahce und Madrid, um mögliche Kompromisse zu erörtern. Doch die Kluft scheint groß. Die Frage, ob die NBA bereit ist, von ihren ambitionierten Forderungen abzurücken, bleibt offen. Es deutet vieles darauf hin, dass der Traum von einer europäischen NBA-Liga vorerst in weite Ferne gerückt ist. Die europäischen Klubs signalisieren klar: Ein Milliardendeal auf dem Rücken der lokalen Basketball-Traditionen ist kein gangbarer Weg.