Nahuel molina explodiert: zwei raketen, die laliga erschüttern

Nahuel Molina hat es wieder getan. Rechter Fuß, 35 Meter Entfernung, Kreuzeck – und Andriy Lunin konnte nur zusehen, wie der Ball im Netz verschwand. Das Bernabéu schwieg. Giuliano riss die Hände vors Gesicht, nicht aus Verzweiflung, sondern aus purer Ungläubigkeit über das, was sein Landsmann da gerade vollbracht hatte.

Zwei wochen, zwei geschosse – das ist kein zufall mehr

Eine Woche zuvor traf Molina mit demselben Rezept gegen Getafe. Opfer: David Soria, einer jener Torhüter, der das Unmögliche zur Gewohnheit gemacht hat. Jener Treffer brachte dem Atlético de Madrid drei Punkte in einer Liga, die zwischen Copa del Rey und Champions League fast wie eine lästige Pflicht wirkt. Zwei Kanonen in zwei Spielen. Das ist keine Formkurve mehr – das ist eine Handschrift.

Die Zahlen erzählen dabei eine Geschichte, die lange niemand erwartet hätte. Molina kam 2021 nach Madrid. In 168 Spielen erzielte er gerade einmal sieben Tore – ein Schnitt, der eher an einen Außenverteidiger mit defensiven Prioritäten erinnert als an einen Mann, der Torhüter aus der Distanz demontiert. Acht seiner neun Treffer in der Hauptstadt fielen in der Liga. Sein einziger europäischer Treffer? Ein Tor in Paris, das die Wende gegen PSG einleitete. Kein schlechter Zeitpunkt.

Das niveau, das er einmal hatte – und das jetzt zurückkommt

Das niveau, das er einmal hatte – und das jetzt zurückkommt

Es war die Saison des Weltmeistertitels mit Argentinien. Lionel Scaloni zweifelte nie an ihm. Molina war gesetzt, unantastbar, ein Fixpunkt in einem System, das Geschichte schrieb. Was danach kam, war schwieriger. Die Konstanz ließ nach. Die Konkurrenz durch Marcos Llorente auf der rechten Seite ließ ihm kaum Raum, sich zu etablieren – und ein Spieler, der nicht regelmäßig spielt, verliert seinen Rhythmus. Das ist keine Schwäche, das ist Physik.

Jetzt aber dreht sich das Blatt. Die Gelbsperre von Llorente für das nächste Liga-Spiel nach der Länderspielpause öffnet Molina die Tür – und er steht bereits mit dem Fuß drin. Er reist zur Nationalmannschaft mit zwei Raketen im Rücken, mit dem Gefühl, unersetzlich zu sein. Sowohl Scaloni als auch Diego Simeone haben das immer gewusst. Manchmal braucht ein Spieler nur zwei Schüsse, um es der Welt zu beweisen.