Dana white schlägt zurück: „jon jones war nie auf dem radar für ufc casa blanca“

Die UFC-Krönung am 14. Juni in Washington verzichtet auf den größten Namen der Geschichte – und das ist kein Versehen. Dana White ließ sich nach UFC London erneut über Jon Jones aus, schleuderte den Satz durch den Presseraum, der seit Tagen die Community spaltet: „Er war nie ein Thema für diese Karte.“

Die Szene war bezeichnend. White, sichtlich genervt, trommelte mit den Fingern auf das Pult. „Wie oft soll ich das noch erklären? Zweimal Pressekonferenz, trotzdem fragen alle nur nach Bones.“ Dahinter steckt mehr als ein misslungener Vertrag. Es ist ein Machtkampf, der die sportliche Legende in den Ruin treibt – und die Fans zu Zuschauern eines Zerwürfnisses werden lässt, das kein Happy End verspricht.

Die 30-millionen-dollar-kehrtwende

Juni 2025. Jones tritt als ungeschlagener Schwergewichtschampion zurück, die UFC stimmt seiner Forderung nach 30 Millionen Dollar für eine Titelvereinigung gegen Tom Aspinall zu. Vertrag unterschrieben, Hände geschüttelt. Dann: Funkstille. Jones verschwindet, Aspinall bekommt einen Interims-Gürtel um die Hüfte. White behauptet, das Gespräch sei „abgeschlossen“ gewesen. Jones kontert via X, er sei „ready, gesund und bereit, für weniger Geld gegen Pereira in die Capital One Arena zu gehen“. Die Liga habe aber „keinen Dollar über 15 Millionen“ zahlen wollen.

15 Millionen – für einen Kämpfer, der binnen 15 Jahren die Halbschwer- und Schwergewichtsdivision dominierte, klingt das wie ein Schlag ins Gesicht. Besonders, wenn am selben Tag Conor Benn für ein Side-Projekt namens Zuffa Boxing dieselbe Summe kassiert. „Ich fühlte mich entwertet“, schreibt Jones. „Unsere potenzielle Superfight-Nacht hätte mehr wert sein müssen.“

White dagegen redet das Thema klein. „Er hat uns sitzen lassen. Punkt. Wir planen keine Events um Leute, die sich nicht sicher sind, ob sie überhaupt antreten.“ Die interne Timeline: Angeblich war die Casa-Blanca-Card bereits finalisiert, als Jones’ Manager erneut anklopfte. Die Antwort: zu spät. „Vertrauen verspielt“, so ein leitender UFC-Angestellter, „wer einmal nicht liefert, fliegt raus.“

Warum der ausstieg jetzt wahrscheinlich endgültig ist

Warum der ausstieg jetzt wahrscheinlich endgültig ist

Die Anekdote vom „letzten Tanz“ verflüchtigt sich. Jones’ Vertrag läuft noch drei Kämpfe, doch die Lizenz liegt bei der UFC. White signalisiert: keine Priorität. Stattdessen setzt man auf Pereira vs. Aspinall – ein Duell, das neue Märkte öffnet und keine 30-Millionen-Gehaltsschecks schreibt. Der Fluxus der Social-Media-Ära feiert zwar Jones’ Highlights, doch die Tonalität der Entscheider ist eisern.

Die Zahlen sprechen gegen eine Rückkehr. Jones ist 37, zwei Jahre ohne Kampf, ohne USADA-Pool. Die UFC verlagert ihr Portfolio auf jüngere, günstigere Champions. „Wir sind im Entertainment-Business“, sagt White, „nicht im Museum.“ Für Jones bedeutet das: Er kann zwar weiter twittern, aber nicht mehr verhandeln. Sein letzter Post endet mit: „Release me.“ Ein Wunsch, der in Vegas kaum Gehör findet.

Die Fans tragen das Nachspiel. Ein Mythos auf Eis, eine Legende ohne Finale. Die UFC Casa Blanca wird Geschichte schreiben – nur nicht mit dem GOAT. Und wenn selbst 15 Millionen nicht reichen, bleibt die Frage, was überhaupt noch reicht, um Jon Jones zurück ins Octagon zu locken. Die Antwort lautet: nichts. Das Kapitel scheint geschlossen, die Silhouette von „Bones“ im Flutlicht der Capital One Arena wird nur noch zur Erinnerung gehören.