Mls-revolte: nach griezmann schlägt granada bei williams zu – 3-millionen-deal ebnet weg nach denver

Granada verkauft, Colorado Rapids jubelt: Löic Williams wechselt im Sommer für 3 Millionen Euro in die MLS – ein Transfer, der den spanischen Klub doppelt entlastet.

Winter-neinsommer-ja: so entstand die denver-lösung

Denver wollte schon im Januar zuschlagen, doch Granada blockte ab. Ein Innenverteidiger von Williams’ Caliber mitten in der Saison zu verlieren, hieße für die Andalusier, das eigene Abwehrbollwerk zu sprengen. Der Klub lehnte ab, die Rapids konzentrierten sich auf den Sommer – und legten noch einmal 500.000 Euro drauf. Die Summe wirkt moderat, ist aber ein Sechser-Betrag, der Granada die Kasse öffnet und beim 26-Jährigen die Lebensplanung ändert.

Williams unterschreibt bis Juni 2030, Option auf 2027. Das Gehalt: rund 1,2 Millionen Dollar pro Jahr – fast die Verdreifachung gegenüber seinem spanischen Kontrakt. Der Medizincheck lief vergangene Woche in London ab, die Unterschrift folgte 48 Stunden später. Ein Schnellverfahren, weil die Rapids nach Griezmann’ Coup den nächsten Europa-Star verpflichten wollten.

62 Spiele, 3,2 millionen gewinn – die bilanz eines geschäfts

62 Spiele, 3,2 millionen gewinn – die bilanz eines geschäfts

Granada kaufte Williams 2022 für 600.000 Euro aus, verkauft ihn nun für das Fünffache. 62 Einsätze, 4 Tore, 5 Assists – Zahlen, die sich rechnen. Der Gewinn: 2,4 Millionen plus eingesparte Prämien. Doch der sportliche Wert fehlt. Mit Boyé, Corbeanu, Hongla und Faye verliert der Klub innerhalb von zwölf Monaten fünf Stammkräfte. Die Defensive steht vor dem Neuanfang, der Kader vor dem Puzzle.

Die Rapids wiederum bekommen einen ballfesten, linksfußigen Verteidiger, der in der 3-5-2-Formation sowohl die halblinks als auch die Innenverteidigung besetzen kann. Trainer Chris Armas plant Williams als „verteidigenden Libero“, der das Spiel früher öffnet – ein Profil, das in der MLS rar ist.

Valencia-dna trifft rocky-mountains-luft

Valencia-dna trifft rocky-mountains-luft

Geboren in Valencia, ausgebildet in der Akademie von Levante – Williams bringt spanische Technik mit, gepaart mit der Robustheit, die er in Andalusien lernte. In Denver wird er auf 1.600 Meter Höhe trainieren, was seine Ausdauerkurve weiter nach oben treiben soll. Die Fans erwartet ein Duo mit Keegan Rosenberry, das Rapids-intern schon „Wall of the Rockies“ genannt wird.

Für Granada bleibt die Frage: Wer stoppt jetzt? Die Ablöse summiert sich auf 11 Millionen Euro seit Januar, die Lücken aber werden größer. Sportdirektor Patricio Moreno muss bis Juli mindestens drei Neue holen, sonst droht erneut der Abstiegsstrudel. Die Rechnung ist einfach: Geld rettet Liquidität, aber nur Tore retten Klassenverbleib.

Williams fliegt am 15. Juni nach Colorado, dabei sein bester Freund und spanischer Mitspieler Luis Suárez – nicht der Barça-Star, sondern der ehemalige Granada-Kollege, der ihm den MLS-Alltag schon vorab erklärt. Ein Umzug mit Pep-Talk. Die Rapids feiern sich als „neues internationales Zentrum“; Granada feiert die Kasse. Wer am Ende lacht, entscheidet sich im Oktober – wenn die Play-offs beginnen und die Andalusier wissen, ob sie mit oder ohne Williams in die Segunda müssen.