Memphis schreibt morant ab: saison-aus nach ellbogen-drama

Die Memphis Grizzlies haben ihren Superstar Ja Morant für den Rest der Saison abgeschrieben. Der 26-Jährige zieht sich wegen eines Bandrisses im linken Ellbogen zurück – ein Schicksalsschlag für die Grizzlies und ein weiterer Rückschlag in der Karriere des einstigen Hoffnungsträgers.

Die zahlen sprechen eine deutliche sprache

Morant absolvierte in dieser Saison nur 20 Spiele. Dabei kam er auf 19,5 Punkte, 3,3 Rebounds und 8,1 Assists pro Partie. Doch die Statistik verblasst angesichts der Tatsache, dass der Point Guard in den letzten drei Spielzeiten lediglich 79 Einsätze verbuchte – eine erschreckende Bilanz für einen Spieler, der als Gesicht der Franchise gelten sollte.

Die Verletzung ereignete sich am 21. Januar, nur zwei Partien nach seiner Rückkehr von einer Wade-Muskelblessur. Die Grizzlies gaben an, Morant habe wegen anhaltender Ellbogenbeschwerden medizinischen Rat eingeholt. Die Konsequenz: eine PRP-Injektion (Plasma-Reiche-Plättchen), um die Heilung der Bänder zu beschleunigen. Der Klub erwartet seine Rückkehr erst zur Saison 2026/27.

Memphis steht vor einem dilemma

Memphis steht vor einem dilemma

Morants Vertrag läuft noch zwei Jahre und umfasst satte 87 Millionen Euro. Für ein Team, das in der wilden Western Conference mitspielen will, ist das ein teures Luxusproblem. Gerüchte um einen Trade schwirrten bereits durch die Liga, doch am Ende blieb der ehemalige Rookie des Jahres in Tennessee – ein Risiko, das sich nun rächt.

Die Grizzlies müssen nun umdenken. Ohne Morant fehlt nicht nur der Spielmacher, sondern auch die Identität. Die Franchise, die sich in den vergangenen Jahren um Aufbau und Kontinuität bemühte, steht erneut vor einem Neuanfang – und das ohne ihren angeblichen Anführer.

Für Morant selbst ist es der nächste Tiefpunkt in einer Karriere, die einst so vielversprechend begann. Von den 246 möglichen Spielen seit 2022 verpasste er 167 – eine Ausfallquote, die selbst in der NBA, wo Verletzungen Alltag sind, alarmiert. Die Frage ist nicht mehr, ob er jemals zurückkommt, sondern: kommt er überhaupt noch ganz zurück?