Sabalenka zieht die reißleine: boykott der grand slams droht
Aryna Sabalenka hat vor dem Turnier in Rom die Bombe platzen lassen: „Irgendwann werden wir boykottieren. Es ist die einzige Sprache, die die Mächtigen verstehen.“ Die Weltranglistenerste fordert mehr Geld, bessere Medizin und echte Altersvorsorge – und macht damit nicht nur sich, sondern auch Jannik Sinner und Coco Gauff zur Streikmacht.
Die quittung für 61,7 millionen preisgeld
Roland-Garros hatte die Prämie auf 61,7 Millionen Euro erhöht – ein Plus von 9,5 %. Klingt großzügig, reicht aber nicht, um die Spieler ruhig zu halten. „Wir sind das Produkt, ohne uns läuft kein Cent durch Kasse“, sagt Sabalenka. Die Rechnung der Profis: Ihr Anteil am Umsatz liegt bei etwa 17 % – in der NBA sind es 50, in der Premier League 68. Die Lücke frisst Nerven.
Das gemeinsame Papier von 20 Top-Stars listet auf: längere Ruhezeiten zwischen Matches, Turnierärzte, die nicht nur Pflaster verteilen, und eine Pension, die nach dem letzten Aufschlag nicht sofort schrumpft. „Wir sind berechenbar, nicht gierig“, betont Iga Świątek. „Aber wir wollen endlich an einem Tisch sitzen, statt nur die Rechnung zu bekommen.“

Paris wird zum schauplatz
Die Grand-Slam-Chefs haben sich für die French Open zu einem Krisentreffen bereit erklärt. Die Spieler reisen mit klaren Zahlen an: 4.000 Dollar für die erste Quali-Runde, 2,4 Millionen für den Sieg – dazwischen klafft eine Wüste. Sabalenka kündigt an: „Sollten wir uns nicht bewegen, bleiben wir in der Umkleide. Dann spielt der Court Philippe-Chatrier vor leinen Rängen.“
Die Uhr tickt. In zwei Wochen startet Roland-Garros. Wer dann nicht zahlt, riskiert das erste Grand-Slam-Finale ohne Stars seit 1968 – und ein Loch in der TV-Kasse, das kein 9,5-%-Anstieg stopfen kann.
