Lou jeanmonnot spaziert in oslo zur großen kugel – und die dsv-damen wollen finnland endgültig abschütteln
Der Holmenkollen liegt noch im Schneegestöber, doch die Würfel sind längst gefallen: Lou Jeanmonnot wird heute nach 7,5 km Sprint ihre erste Gesamtweltcup-Kugel einpacken, und die deutschen Skiverbandler rechnen schon mit dem fünften Platz im Nationencup – mehr Sprungkraft haben sie nicht mehr.
16.15 Uhr, startnummer eins: jetzt zählt nur noch die uhr
Marlene Fichtner fliegt als erste Deutsche ins Rennen, hinter ihr die altbekannte Sechser-Gruppe aus Otepää: Grotian, Hettich-Walz, Kink, Tannheimer, Voigt. Keine Experimente, keine Überraschungen. Felix Bitterling, in zwei Tagen ohne Job, schaut trotzdem entspannt. „Wir haben den Vorsprung auf Finnland auf 180 Punkte aufgefahren. Jetzt müssen wir nur noch nicht stolpern.“
Die Französin Jeanmonnot führt mit 183 Punkten Vorsprung vor Suvi Minkkinen. Selbst wenn sie heute nur 20. wird, kann sie morgen beim Staffelstammtisch in Oslo die Kugel schon polieren. Für sie ist es die Belohnung für einen Winter, in dem sie fünfmal traf, zweimal flog und nie die Nerven verlor.

Zdf zeigt’s kostenlos – dazn will kasse machen
Wer heute um 16.05 Uhr ZDF einschaltet, bekommt Bilder ohne Zusatzkosten. Wer bei DAZN surft, zahlt – und sieht dieselben Kameras. Der Unterschied: Eurosport liefert Parallelbilder, ZDF liefert Katrin Müller-Hohenstein. Wer nicht vor dem Fernseher sitzt, findet den Live-Ticker auf sportbild.de oder den Stream in der ZDF-Mediathek.
Für die deutschen Damen geht es um 40.000 Euro Preisgeld, aufgeteilt auf den fünften Platz im Nationencup. Klingt nach Kleingeld, reicht aber für neue Rollski und ein Sommercamp in Obertilliach.

Morgen die männer, am sonntag der große massenstart-knüller
Freitag übernehmen Benedikt Doll & Co., Samstag entscheiden sich die Verfolgungsplätze, Sonntag um 13.45 Uhr (Damen) und 16.30 Uhr (Herren) fallen die letzten Schüsse. Wer dann noch Karten für den Holmenkollen hat, kann sich anhören, wie 30.000 Norweger „Heia Norge“ brüllen – oder eben „Heia Lou“.
Bitterling wird danach seinen letzten Weltcup-Tag als Sportdirektor verbringen. Er hat schon angekündigt, sich kein Souvenir mitzunehmen – außer vielleicht einem Stück Kugel-Eis aus dem Waffelstand. Denn die echte Kugel gehört jetzt Jeanmonnot. Punkt.
