Seixas fordert pogacar heraus: französischer youngster plant angriff auf tour-klassifizierung

Barcelona fiebert dem Beginn der Tour de France am 4. Juli entgegen, und ein junger Mann kündigt an, das Feld aufzurütteln: Paul Seixas (Decathlon), der diesjährige Sieger der Itzulia, hat das ambitionierte Ziel, Tadej Pogacar herauszufordern und um die Gesamtführung zu kämpfen. Ein klares Bekenntnis, das im „Super Moscato Show“ von RMC die Runde machte.

Der fokus liegt auf der entwicklung, nicht auf etappensiegen

Seixas, gerade erst 19 Jahre alt, scheint sich bewusst zu sein, dass der Kampf gegen den vierfachen Tour-Sieger Pogacar keine leichte Aufgabe wird. Er betont, dass er in der ersten Woche der Tour nicht primär auf Etappensiege aus sein wird, sondern vor allem Erfahrungen sammeln will. „Ich werde meine Zeit nicht damit verschwenden, in der ersten Woche nach Etappensiegen zu suchen. Dort werde ich viel Erfahrung sammeln“, erklärte er im Interview. Diese Strategie könnte sich als kluge Entscheidung erweisen, um sich an die Anforderungen des Rennens zu gewöhnen und seine Kräfte für die entscheidenden Phasen zu sparen.

Die bisherige Saison von Pogacar war schlichtweg dominant. Er hat fast jedes Rennen gewonnen, was Seixas’ eigene Einschätzung noch verstärkt: „Er hat fast jedes Rennen zu Beginn der Saison gewonnen. Er hat die Tour de France bereits viermal gewonnen. Im Moment kann ich mir keine Vergleichbarkeit vorstellen.“ Dennoch will sich der junge Franzose nicht entmutigen lassen und kündigt an, zu kämpfen und Pogacar zumindest zu Beginn der Tour herauszufordern. „Ich werde kämpfen, um der Beste zu werden und versuche, ihn herauszufordern, zumindest am Anfang der Tour. Aber wir werden sehen, nichts ist unmöglich.“

Krono-ambitionen und der blick auf die langen anstiege

Krono-ambitionen und der blick auf die langen anstiege

Das Team Decathlon scheint sich ebenfalls auf die Stärken von Seixas zu verlassen. Der junge Fahrer deutete an, dass er in der ersten Woche des Tours einige Etappen kennt und dass er möglicherweise um das erste Gelbe Trikot in der Mannschaftszeitfahrt in Barcelona kämpfen könnte. „Die erste Zeitfahrt ist für unser Team recht günstig. Nichts ist unmöglich“, so Seixas.

Im Gegensatz zu den kurzen, explosiven Anstiegen, die er bei Strade Bianche und Liège-Bastogne-Liège in den Fokus gelegt hatte, konzentriert sich Seixas nun darauf, seine Ausdauer zu verbessern. „Ich habe an kurzen Anstrengungen von 4 oder 5 Minuten gearbeitet, eine andere Art des Trainings als das Schwellentraining. Ich erwarte, dass ich mich bei längeren Anstrengungen noch weiter verbessern werde, was auch in Bezug auf meine Ausdauer einen großen Unterschied machen wird. Ich bin noch sehr jung, ich kann mich körperlich noch weiter verbessern.“ Die Itzulia war dabei ein wichtiger Schritt, um diese neuen Trainingsmethoden unter Beweis zu stellen und seine Fähigkeiten in längeren Rennen zu testen.

Die Saisonziele waren klar gesteckt: Strade Bianche und Liège-Bastogne-Liège. Aber die Rennen in der Baskenland-Rundfahrt, der Algarve-Rundfahrt und der Tour de l'Ardèche waren wichtige Zwischenstopps, die ihm wertvolle Erfahrungen und die Möglichkeit gaben, seine Kondition zu verbessern. Seixas’ Weg ist noch lange nicht zu Ende, und sein Angriff auf Pogacar könnte der Beginn einer neuen Ära im französischen Radsport sein.

Die Zeichen stehen auf eine spannende Tour de France, in der ein junger, hungriger Fahrer den etablierten Größen die Stirn bieten will.