Ricco groß: vom olympiasieger zum schweizer biathlon-schießtrainer!
Überraschung in der Biathlonszene: Der viermalige Olympiasieger Ricco Groß kehrt zurück – allerdings nicht als Athlet, sondern als Trainer. Der Schweizer Skiverband gab am Mittwoch bekannt, dass der 55-Jährige künftig die Schießarbeit im Team übernehmen wird. Ein Comeback, das für frischen Wind sorgen könnte.

Neuer anstoß für die schweizer schießleistung
Groß, der in seiner aktiven Karriere als einer der erfolgreichsten Biathleten überhaupt galt, war in den letzten zwei Jahren bereits als Trainer am Biathlon-Stützpunkt Ostschweiz in Lenzerheide tätig. Nun erhält er eine deutlich größere Verantwortung. Neben seiner Rolle als Schießtrainer wird er auch die Leitung des Weltcupteams der Frauen übernehmen. Für die Männer ist der Este Kein Einaste in dieser Funktion vorgesehen.
Andreas Kuppelwieser wird Groß als Schießtrainer zur Seite stehen und gemeinsam werden sie sowohl die Damen- als auch die Herrennationalmannschaft betreuen. Die gemeinsamen Trainingslager sollen auch in Zukunft stattfinden, um den Zusammenhalt und die Abstimmung zu fördern. Der Wechsel an der Spitze des Schweizer Biathlon-Teams erfolgte nach dem Rücktritt von Sandra Flunger, die zum Deutschen Skiverband gewechselt ist.
Doch Groß' Expertise geht weit über die Schweiz hinaus: Der gebürtige Schlesier war bereits in Deutschland, Russland, Österreich und Slowenien als Trainer aktiv. Seine Erfahrung und sein Wissen sollen nun dazu beitragen, die Schweizer Schießleistung auf ein neues Level zu heben. Die Erwartungen sind hoch, schließlich kennt man Ricco Groß als Perfektionisten, der stets das Maximale fordert. Es bleibt abzuwarten, ob er auch in der Trainerrolle die gleichen Erfolge einfahren kann, die er als Athlet feierte.
Die Verpflichtung Groß' ist ein klares Signal: Der Schweizer Biathlonsport will wieder angreifen und gehört zu den Top-Nationen in der Welt. Mit einem derartigen Experten an der Schaltstelle für das Schießen, lassen sich neue Erfolge durchaus realistisch anpeilen.
