Lewandowski packt aus: beinahe wechselte er zum fc genua – und was er yamal wirklich sagt

Robert Lewandowski hätte beinahe in der Serie A gespielt. Stattdessen wurde er zur Legende des deutschen und spanischen Fußballs. In einem Interview mit „Sportweek“ erinnert sich der 36-Jährige an den Abstecher nach Genua im Jahr 2010 – und warnt Italiens Liga vor vorschnellen Todesanzeigen.

Der verpasste italien-trip: genua wollte lewandowski verpflichten

„Ich war kurz davor, nach Italien zu wechseln“, sagt Lewandowski. Der FC Genua hatte den damaligen Lech-Poznan-Stürmer eingeladen, das Derby gegen die Sampdoria im Stadio Luigi Ferraris zu besuchen. „Sie wollten mich überzeugen. Ich war neugierig, wollte mir das Stadion, die Atmosphäre ansehen.“ Doch es blieb bei diesem einen Besuch. Wenig später unterschrieb er bei Borussia Dortmund – und startete seine einzigartige Karriere durch Deutschland nach Spanien.

Die Serie A? „Ich sehe keinen Niedergang“, stellt der Pole klar. „Die Liga ist ausgeglichen, die Meisterschaft ist selten vorher entschieden. Und in der Champions League war Juve in den Finali, Inter ebenfalls. Das klingt nicht nach Krise.“

Warum yamal mehr braucht als talent

Warum yamal mehr braucht als talent

Lewandowski spielt heute mit Teenagern, die 2007 geboren wurden – also rund 19 Jahre nach ihm. Lamine Yamal, Pau Cubarsí, Marc Bernal. „Ich sage ihm: Sei bereit für das Schöne – aber auch für das Harte“, erklärt der Routinier. „Talentreicht nicht. Du musst bereit sein, zu leiden, zu arbeiten, zu verlieren und wieder aufzustehen.“

Die Umgangsformen hätten sich verändert. „Sie haben heute mehr Freiheiten, als ich sie je hatte. Aber sie haben verstanden: Profifußball ist kein Kindergeburtstag. Wer sich nur auf sein Talent verlässt, fliegt raus.“

Barça, flick und die lektion aus dem inter-desaster

Barça, flick und die lektion aus dem inter-desaster

Mit Hansi Flick holte Barça letzte Saison Liga, Pokal und Supercopa. Doch das Champions-League-Aus gegen Inter (3:6, 3:1) nagt noch. „Wir haben sechs Tore geschossen – aber sieben kassiert. Das war unsere Schuld, nicht Inters Stärke“, sagt Lewandowski. „Das war eine Lektion. Wir haben gelernt, dass wir in der Defensive stabiler werden müssen.“

Die wirtschaftliche Lage des Klubs habe der Jugend aber Tür und Tor geöffnet. „Die Masía ist fantastisch. Nicht nur drei Jungs kommen – es sind viel mehr. Die Finanzprobleme zwangen uns, auf eigene Talente zu setzen. Und sie haben es genutzt.“

Kein gedanke an das ende

Kein gedanke an das ende

Vertrag bis 2025, 38 Jahre im August? „Ich denke nicht daran. Ich will gewinnen, Tore schießen, Titel holen. Drei Spiele pro Woche? Kein Problem. Ich presse wie ein Irrer“, sagt er und lacht. „Wenn die Saison vorbei ist, sehen wir weiter. Jetzt zählt nur das Hier und Jetzt.“

Und der Clásico? „Das ist das größte Spiel der Welt. Punkt. Die Rivalität mit Madrid treibt uns an. Ich genieße jede Sekunde.“