Laliga plantiert flagge in marokko: spiele im 115.000er stadion denkbar?
Casablanca könnte bald spanische Fußball-Spitzenfußball erleben. Javier Tebas, der Präsident von LaLiga, hat in einem Interview mit der marokkanischen Nachrichtenagentur MAP die Möglichkeit angedeutet, Spiele der EA SPORTS LaLiga in Marokko auszurichten – und zwar im neuen, gerade entstehenden Stadion der Stadt.
Ein strategischer schachzug für laliga
Tebas’ Äußerung, „Warum nicht?“, klingt überraschend, birgt aber eine klare Strategie. LaLiga, die zweitstärkste Liga Europas nach der Premier League, sieht in Marokko ein wachsendes Publikum und eine Chance zur internationalen Expansion. Die logistischen Hürden seien gering, da die Reise für marokkanische Fans relativ einfach sei.
Die Zahlen sprechen für sich: LaLiga genießt in Marokko eine immense Popularität, die weit über die üblichen Fan-Kreise hinausgeht. Tebas betonte die „unglaubliche Leidenschaft“ für LaLiga, die er „von Irak bis Marokko“ beobachtet. Diese Begeisterung, kombiniert mit der historischen Verbundenheit zwischen Spanien und Marokko im Fußball, macht die Idee eines Spiels in Casablanca äußerst verlockend.
Ein weiterer Pluspunkt ist die finanzielle Stabilität der Liga. Tebas erinnerte daran, dass LaLiga die Schulden von 750 Millionen Euro an den spanischen Staat vollständig beglichen hat. „Heute gibt es keine ausstehenden Schulden“, erklärte er stolz, und fügte hinzu, dass LaLiga aufgrund ihrer europäischen Erfolge sogar die Premier League in Bezug auf Titel übertrumpfen könnte.

Die partnerschaft mit der lnfp
Die Zusammenarbeit zwischen LaLiga und der Liga Nacional de Fútbol Profesional de Marruecos (LNFP) ist bereits etabliert und bildet eine solide Grundlage für weitere Kooperationen. Tebas hob die „starken Bindungen, die Nähe und das große Verständnis“ zwischen Spanien und Marokko im Sport hervor. Die Eröffnung eines neuen Stadions mit einer Kapazität von 115.000 Zuschauern in Casablanca bietet hierfür eine ideale Plattform.
Doch es bleibt abzuwarten, ob und wann diese Pläne tatsächlich umgesetzt werden. Die politische und wirtschaftliche Lage in der Region, sowie die logistischen Herausforderungen, die mit der Ausrichtung eines internationalen Spiels verbunden sind, müssen berücksichtigt werden. Trotzdem ist die Ankündigung von Tebas ein klares Signal: LaLiga ist ernsthaft daran interessiert, ihren Einfluss in Nordafrika auszubauen und Marokko dabei eine Schlüsselrolle zukommt.
Die Zukunft wird zeigen, ob das Traumduell spanischer Topclubs vor einer Kulisse von über 100.000 Zuschauern in Casablanca Realität wird. Eines ist sicher: Der spanische Fußball blickt mit wachsende Begeisterung nach Marokko.
