Woodland kämpft mit ptbs: angst vor den fans auf augusta?

Augusta National – Ein sonniger Tag, ein florierendes Geschäft rund um den Masters, Golfspieler in Kurzärmeln. Doch hinter der idyllischen Fassade verbirgt sich eine beunruhigende Geschichte: Gary Woodland, der US Open Champion von 2019, kämpft mit den Nachwirkungen eines traumatischen Ereignisses.

Die dunkle last nach der tumorerkrankung

Die dunkle last nach der tumorerkrankung

Woodland überstand zwar erfolgreich einen benignen Tumor, doch die psychologischen Folgen sind verheerend. Der Arzt diagnostizierte „posttraumatisches Belastungsstörung“ (PTBS). Die Folge: quälende Ängste, insbesondere die Furcht, von Fans angegriffen zu werden. Eine Situation, die der 41-Jährige dem PGA Tour offenlegte und die zu erhöhten Sicherheitsmaßnahmen führte.

„Ich habe mit den Sicherheitsleuten von Augusta gesprochen, wie ich es auch mit dem Tour gemacht habe“, erklärte Woodland. „Es geht darum zu wissen, wo sie sind. Für mich ist Sichtbarkeit entscheidend. Wenn ich jemanden sehe, kann ich mich daran erinnern, dass ich sicher bin.“ Er schilderte, wie er sich nun auf dem Platz orientiert, stets darauf bedacht, die Positionen der Sicherheitskräfte zu kennen. Sein Caddie erinnert ihn ständig daran.

Die Panik überwältigt ihn: „Ich habe keine Kontrolle, wenn es mich erwischt, und das ist schwer. Es kann ein Ventilator sein, ein Junge mit dem Scorecard, der vorbeigeht, ein Fotograf oder Kameramann, der neben mir herläuft – jedes Geräusch von hinten kann das auslösen.“ Das Wissen um die Sicherheit, so Woodland, erinnert ihn konstant daran, dass er geschützt ist. Er gestand, während seiner jüngsten Sieges beim Houston Open, „hypervigilant“ gewesen zu sein, mit der Angst, Fans würden ihn angreifen wollen.

Letztes Jahr konnte ich es niemandem sagen. Ich habe alleine gekämpft. Es war schrecklich“, offenbarte Woodland. Die Anwesenheit von Sicherheitskräften, die er stets im Blick hat, gab ihm das Gefühl der Sicherheit, das letztendlich zu seinem Sieg führte. Das Gefühl, sich umdrehen zu können und zu wissen, dass jemand da ist, war entscheidend.

Woodland betonte, dass er sich nun stärker fühle als vor drei Wochen. „Es ist hart zu akzeptieren, aber ich weiß, dass ich jemanden habe, mit dem ich reden und der mich unterstützt. Mein Team hat mir sehr geholfen, und ich habe eine Schwäche in eine Stärke verwandelt.“

Obwohl er anerkennt, dass Augusta National vermutlich der sicherste Ort der Welt für einen Golfer ist, ringt er weiterhin mit seinen inneren Dämonen. Die überwältigende Solidarität, die ihm nach seinem Sieg entgegengebracht wurde, hat ihm jedoch ungemein geholfen. Es ist ein Beweis für die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes, wenn ein Champion seine Verletzlichkeit offenlegt und den Mut hat, sich Hilfe zu suchen - eine Lektion, die weit über die Welt des Golfsports hinausreicht.

n ,n