Laimer spielt poker: bayern friert verhandlungen ein

Konrad Laimer läuft auf, trifft, verteidigt – und weiß genau, was er wert ist. Der Österreicher hat sich vom Dauerläufer zum Außenverteidiger mit Torriecher entwickelt, doch beim FC Bayern steht plötzlich nicht mehr die Frage, ob, sondern zu welchem Preis er bleibt.

Die zahlen, die rattern

Sein Vertrag endet 2027, die Forderung soll bei 14 Millionen Euro brutto pro Jahr liegen – das wäre fast eine Verdoppelung. Max Eberl bestätigt, dass die Gespräche „momentan ruhen“. Kein Zufall: Nach den endlosen Marathon-Verhandlungen um Dayot Upamecano will der Klub nicht erneut in die Defensive gedrängt werden.

Laimer spielt seine starke Phase aus. Vor dem Achtelfinal-Hinspiel in Bergamo meldet er sich rechtzeitig von einem Muskelfaserriss zurück. Die Bayern brauchen seine Robustheit gegen Atalantas Flügelzange, aber sie wissen auch: Je länger sie warten, desto teurer wird das Pokerblatt.

Die verborgene machtverschiebung

Die verborgene machtverschiebung

Intern heißt es, Laimers Berater hätten die europaweite Nachfrage nach defensivem Multifunktionalität hochgerechnet. Klubs aus England und Spanien sondieren bereits das Terrain. Die Botschaft: Zahlt jetzt, oder wir suchen uns 2025 neue Partner.

Eberl betont, man sei „extrem happy“ über Laimers Rückkehr. Doch das ist politisches Sprechen. Happy sind die Verantwortlichen vor allem, dass sie noch zwei Jahre Zeit haben, bevor der österreichische Zeitgeist München verlassen könnte.

Die Partie in Bergamo wird deshalb mehr als ein Champions-League-Achtelfinale. Sie ist ein Schaufenster für einen Spieler, der seine Marktlücke kennt – und sie gnadenlos ausnutzt.