Koundé enthüllt: pedri ist barças heimlicher superheld

Jules Koundé sitzt mit seinem Muskelriss auf der Tribüne, aber seine Augen leuchten. Im Livestream des FC Barcelona schießt der Franzose eine Kugel nach der anderen Richtung Mikrofon: Pedri sei „auf einem anderen Level“, ein Spieler, „der alles kann“. 23 Jahre, 33 Pflichtspiele in dieser Saison – und laut Koundé der Grund, warum Barça vor Real Madrid liegt.

Die zahl, die koundé nicht mehr loslässt

„Er hat im vergangenen Jahr in Europa die meisten Bälle zurückerobert“, presst Koundé zwischen zwei Atemzügen heraus. Die Statistik bestätigt es: 312 Ballgewinne, mehr als jeder andere Mittelfeldspieler in den Top-Five-Ligen. Dabei sieht Pedri aus, als würde er nebenher eine Kreuzworträtsel auflösen – keine Show, keine Pose, nur präzise Bewegung. Koundé nennt das „angeborene Technik“, ein Geschenk, das man nicht trainieren kann.

Hansi Flick hatte nach dem 1:0 gegen Athletic Bilbao fast dieselben Worte gewählt: „Er macht alle besser.“ Der Coach schwankt zwischen Bewunderung und Entlastung, denn Pedri ist sein Regler. Wenn der Kanarier läuft, läuft Barça. 12 Kilometer pro Spiel, 92 Prozent Passquote, 37 gefährliche Vorlagen – Zahlen, die im Camp Nou längst zur Hymne mutieren.

Warum pedri für koundé mehr ist als ein lieblingsspieler

Warum pedri für koundé mehr ist als ein lieblingsspieler

Der Franzose spricht nicht wie ein Fan, sondern wie ein Analyst. Er erwähnt das linken Bein, das rechten gleichwertig ersetzt, die Drehung im engsten Raum, die Spielübersicht, die selbst GPS-Tracker nicht erfassen. Dann kommt der Satz, der im Katalonien-Kosmos nachhallt: „Er bricht gegnerische Linien, ohne dass der Gegner merkt, dass er es tut.“

Barça plant eigentlich nur noch punktuelle Zugänge für den Sommer. Der Kader gilt als komplett. Doch die Lobeshymne wirkt wie ein Vertrag in Luftbuchstaben: Wer so redet, dem fehlt nicht nur ein Mitspieler, ihm fehlt ein Stück Zukunft, wenn Pedri mal pausiert. Koundé weiß, dass seine Verletzung das Mittelfeld verwundbar macht. Also schickt er eine Botschaft an Sportchef Deco: Vergiss die Statistik, vergiss das Alter. Behalt den Jungen, der alles kann.

Neun Spieltage sind noch zu spielen, vier Punkte Vorsprung auf Real. Wenn Pedri am Sonntag gegen Mallorca wieder aufläuft, wird Koundé auf der Tribüne sitzen – und trotzdem lächeln. Denn er hat gesagt, was niemand wagte: Barças Titelchance trägt die Nummer 8 und ein Gesicht, das kaum erwachsen aussieht. Pedri wird nicht gefeiert wie Lewandowski, nicht umjubelt wie Lamine Yamal. Er arbeitet nur. Und das reicht, um Liga-Gegner in Schach zu halten und Teamkameraden zu Tränen zu rühren.