Kane-deal: salihamidzic enthüllt bayern-planung schon 2021!

München – Die Verpflichtung von Harry Kane beim FC Bayern sorgte für Furore, doch die Planungen dafür begannen schon deutlich früher. Ex-Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat im „Sport1 Doppelpass“ überraschende Details preisgegeben, die zeigen, wie lange die Münchner schon um den englischen Topstürmer buhlten.

Die suche nach lewandowskis nachfolger begann früh

Die suche nach lewandowskis nachfolger begann früh

Schon im Oktober und November 2021, als die Zeichen für einen Abgang von Robert Lewandowski klar wurden, begannen die Bayern, nach einem würdigen Nachfolger zu suchen. „Als klar war, dass Lewandowski geht – das war schon im Oktober, November 2021 – haben wir Gespräche geführt und mussten darüber nachdenken, wer der Nächste sein könnte“, erklärte Salihamidzic. Tottenham Hotspur zeigte sich jedoch wenig kooperativ. „Wir haben versucht, Kontakt aufzunehmen, und das zog sich bis zum Ende der Saison. Aber Tottenham hat damals ziemlich schnell die Tür zugemacht und wollte überhaupt nicht darüber reden.“

Haaland und Mbappé waren ebenfalls im Rennen

Die Suche nach einem Weltklassestürmer war komplex. Neben Kane wurden auch andere Namen gehandelt. „Mbappé war finanziell überhaupt nicht darstellbar. Haaland war auch ein Thema. Wir haben natürlich geschaut, dass es ein Topstürmer sein muss“, so Salihamidzic. Letztendlich scheiterte man an den hohen Ablöseforderungen und der Konkurrenz. Stattdessen kam Sadio Mané im Sommer 2022 nach München, der jedoch nur eine Saison blieb.

Die Entscheidung für Kane war demnach von Anfang an klar. „Beim FC Bayern braucht man einen, der Spiele gewinnt, ob das damals Giovane Elber war, ob das Lewa war oder jetzt natürlich Kane. Aber man muss dabei sehr sorgfältig vorgehen, weil das ein paar Euro kostet.“ Salihamidzic, der den Transfer selbst nicht mehr miterleben durfte, da er im Mai 2023 bei den Bayern freigestellt wurde, betonte die Wichtigkeit eines solchen Spielers für den Erfolg des Vereins.

Der Weg zum Rekordmeister: Gespräche in London

Die entscheidenden Gespräche fanden im April statt, nachdem Thomas Tuchel im März als neuer Trainer vorgestellt worden war. „Wir haben uns zusammengesetzt und waren uns eindeutig einig, dass Kane das Transferziel Nummer eins wird“, erinnert sich Salihamidzic. Wenige Tage später reiste man nach London, um die Familie des Stürmers zu treffen. „Er hat wirklich eine super Familie, Papa und Bruder sind sehr nett, wir haben gute Gespräche geführt.“ Die Verhandlungen wurden dann von Salihamidzics Nachfolgern erfolgreich abgeschlossen.

Kane: Ein Gewinn für die Liga

Seit seinem Wechsel nach München hat Kane bereits 146 Tore in 147 Pflichtspielen erzielt und bewiesen, dass er eine Verstärkung für die gesamte Bundesliga ist. Sein Hattrick beim Pokalsieg gegen Leipzig am vergangenen Samstag unterstreicht seine außergewöhnliche Qualität. „Sobald er freie Schussbahn hat, ist es normalerweise ein Tor. Er ist einfach gefährlich. Es gibt keinen Stürmer in Europa, der gerade so in Form ist, oder besser gesagt: der seit Jahren so konstant auf diesem hohen Niveau spielt wie er. Deswegen ist er absolut ein Ballon-d’Or-Kandidat“, schließt Salihamidzic. Die Verpflichtung Kanes war nicht nur ein Coup für den FC Bayern, sondern auch ein Gewinn für die gesamte deutsche Fußballlandschaft.