Kane trifft dreimal und zerstört stuttgarts traum: bayern holt den pokal
Harry Kane hat den FC Bayern München mit einem furiosen Hattrick zum 21. Pokalsieg geschossen. Der englische Torjäger beendete seine persönliche Titellos-Serie und ließ den mutigen VfB Stuttgart trotz klarer Überlegenheit leer ausgehen. Das 3:0 im Berliner Olympiastadion besiegelte das Double – und eine Saison, in der Kane allein 61 Pflichtspieltore erzielte.
Stuttgart dominiert, bayern trifft
Die Wahrheit dieses Finales: Der VfB war das bessere Team. Sebastian Hoeneß’ Mannschaft presste die Bayern in den ersten 30 Minuten in ihre eigre Hälfte, gewann 65 Prozent der Zweikämpfe und hätte durch Undav, Mittelstädt und Stiller früh führen müssen. Doch Jonas Urbig hielt in seinem ersten Pokalfinale, was zu halten war – und Kane wartete im Schatten.
Die erste Halbzeit war ein Lehrstück darüber, wie schnell sich Hochdruck in Leere verwandelt, wenn die Chancen liegenbleiben. Bayern wirkte lethargisch, die Sechser-Position mit Laimer und Pavlovic wirkte wie ein offenes Tor. Doch die Stuttgarter vergaben sich selbst. „Wir haben alles richtig gemacht – bis vor den Strafraum“, sagte Hoeneß später. „Dann fehlte die letzte Konsequenz.“

Ein freistoß, ein fehler, ein tor
Der Knackpunkt war keine taktische Glanzleistung, sondern ein Blackout. Nach einem Foul an Olise schaltete Bayern einen Freistoß blitzschnell um. Olise flankte, Chabot orientierte sich am kurzen Pfosten, Chema Andrés blieb stehen – und Kane stand völlig frei. Kopfball, 1:0, 55. Minute. Die Berliner Luft war raus.
Stuttgart versuchte zu antworten, doch die Lücke war aufgerissen. In der 80. Minute zog Kane aus 20 Metern ab, der Ball klatschte an die Latte – und fiel zurück zu ihm. Doppelpass mit Diaz, Haken gegen Andrés, flache Ecke. 2:0. Das Stadion wusste: Das war die Vorentscheidung. Nachspielzeit, Handspiel Stiller, Kane ließ sich den Elfmeter nicht nehmen. 3:0. Perfekte Vorstellung, perfekte Saison.

Die zahlen, die alles sagen
Kane erzielte seine Tore aus insgesamt vier Torschüssen. Stuttgart schoss 17-mal, traf kein einziges Mal. Die xG-Statistik zeigte 2,4 zu 1,1 für den VfB – ein Fußballspiel entschieden vom kältesten Schützen der Liga. „Ich habe lange auf diesen Moment gewartet“, sagte Kane. „Endlich ein Finale, endlich ein Titel. Und dann gleich drei Tore – das ist schon verrückt.“
Für Bayern ist es der erste Pokal seit 2020, für Thomas Tuchel der letzte Akt vor seinem Abgang. „Wir haben nicht gut gespielt, aber wir haben gewonnen“, sagte er. „Manchmal ist das der Unterschied zwischen guter und großer Mannschaft.“ Stuttgart muss sich mit dem Trost begnügen, künftig wieder international zu spielen – und mit der Gewissheit, dass Mut ohne Effizienz selten belohnt wird.
