Kane fegt vfb weg: bayern endet pokal-fluch mit triple-hammer

Harry Kane hat den FCBayern mit einem bärenstarkenHattrick zum 21. Pokalsieg geschossen – und die fünfjährige Durststrecke im Olympiastadion beendet. Gegen den amtierenden Titelträger VfB Stuttgart reichte ein 3:0, um Vincent Kompany nach dem Champions-League-Aus doch noch das Double zu sichern.

Kane zerlegt vfb-pressing mit erster chance

Die Schwaben begannen mit dem Selbstvertrauen des Titelverteidigers. Bereits nach fünf Minuten scheiterte Deniz Undav per Kopf, Atakan Karazor probierte es aus 25 Metern. Hoeness’ Mannschaft spielte Mann- gegen Mann, Waldemar Anton klebte an Kane wie ein Shadow-Pressing-Trainer auf dem Lehrplan. Das Problem: Das System brannte Energie wie ein Formel-1-Motor im Stadionverkehr.

Die erste Halbzeit kippte in der 23. Minute. Alexander Pavlović nahm sich die Mitte vor, Kane zog aus 18 Metern ab – Anton warf sich herrlich in den Schuss. Nübel musste sich kurz darauf gegen Josip Stanišić strecken. Der VfB versuchte, nach der Pause wieder hochzuschalten, doch die Lücke zwischen Wille und Kraftstoff wurde sichtbar.

Die standardsituation, die alles entschied

Die standardsituation, die alles entschied

Minute 55. Joshua Kimmich spielte den Freistoß schnell auf Michael Olise, der VfB stand wie ein Verein, der gerade den Trainingslaptop auf Update stellt. Olise flankte an den zweiten Pfosten, Kane stieg höher als Jeff Chabot und nickte zur Führung ein. Die Stuttgarter Reaktion? Laimer vergab das 2:0, Chema Andrés köpfte drüber, Chris Fürich fehlte die letzte Präzision.

Dann der nächste Kane-Moment. Ein abgerissener Absatz, eine Drehung, ein Schuss – Latte. Den Abstaub nahm der Engländer per Seitfallzieher mit. 2:0, 81. Minute, Spiel entschieden. Der Elfmeter in der Nachspielzeit war nur noch Show: Handspiel Stiller, Kane ließ Nübel in die Ecke rutschen, schob unten rechts ein. 61 Tore in 51 Pflichtspielen. Robert Lewandowski schaut auf Instagram und nickt wissend.

Kompany rettet triple-trauma nach cl-aus

Kompany rettet triple-trauma nach cl-aus

Für Manuel Neuer kam der Pokal zu früh, Jonas Urbig stand zwischen den Pfosten wie ein Praktikant, der plötzlich den CEO-Computer bedienen muss – ruhig, souverän, ohne Show. Kompany tauschte erst spät, brachte Raphaël Guerreiro für Sichtbarkeit, Mathys Tel für Tempo. Der Plan ging auf. Stuttgart lief an, Stuttgart rannte leer.

Die Zahl 21 leuchtete am Olympia-Segment. Rekord. Der Pokal-Fluch seit 2020 beendet. Und José Mourinho? Der saß in der Ehrenloge, aß Popcorn und notierte sich Stichpunkte für sein nächstes Kapitel „Wie man einen Hattrick stoppt – Theorie ohne Praxis“.

Kane hob die silberne Schale, 75.000 Rufe hallten durch das sich leerende Stadion. Der Engländer wird jetzt nach England reisen – mit 61 Treffern im Gepäck und dem Wissen, dass eine Nation ihn als Titel-Garant sieht. Der FC Bayern wiederum darf jetzt endlich wieder von „Dauerbrenner“ statt „Pokal-Phobie“ sprechen. Die Saison war wild. Das Ende war ein Hurrikan namens Harry.