Vingegaard dominiert: visma-opfer und podiumskampf verschärfen sich!
Die erste Alpenetappe des Giro d'Italia hat die Erwartungen übertroffen: Jonas Vingegaard demonstrierte seine Klasse und sicherte sich das Rosa Trikot, während sein Team Visma bis an die Schmerzgrenze kämpfte. Doch hinter dem dänischen Kapitän zeichnet sich ein spannender Vierkampf um die weiteren Podestplätze ab – und ein unerwarteter Kampf um das Maglia Ciclamino.
Visma-maschine läuft auf hochtouren
Vingegaards Sieg in Pila war kein Zufall. Bereits nach der 13. Etappe im Aostatal hatte der Däne angekündigt, dass er sich dieses Teilstück als besonders wichtig markiert hatte. Und seine Teamkollegen lieferten: Mit einer Präzision, die Ausreißer wie Giulio Ciccone (Lidl-Trek) sprachlos machte, kontrollierte Visma das Rennen. "Unser Schicksal stand schon vorher fest", gestand Ciccone im Ziel. Selbst Red Bulls sportlicher Leiter Christian Pömer räumte ein: "Visma hat das heute nicht zugelassen." Die Hingabe der Helfer, darunter Tim Rex, der sichtlich unter der Anstrengung litt, war beeindruckend.

Wer kämpft um die plätze hinter vingegaard?
Das Einzelzeitfahren in Massa hatte bereits eine Neuordnung der Kräfteverhältnisse im Blickpunkt. Die Distanzen zwischen den Top-Fahrern waren geschrumpft, und nun hat sich der Kampf um die Podestplätze weiter intensiviert. Felix Gall (Decathlon-CMA CGM) scheint derzeit die stärkste Alternative zu Vingegaard zu sein, während Hindley und Pellizzari (beide Red Bull-Bora-hansgrohe) nach schwierigen Tagen wieder an Boden gewinnen. Derek Gee-West (Lidl-Trek) und Ben O'Connor (Jayco-Alula) hingegen haben in Pila deutliche Rückschläge erlitten und scheinen vom Podium abgefallen zu sein. Die Frage ist, ob Piganzoli, der als Visma-Edelhelfer auf Gesamtrang zehn liegt, seine Chance nutzen kann, um sich unter die Top Drei zu kämpfen.

Narváez fordert magnier heraus
Ein weiterer interessanter Aspekt der 14. Etappe war der Kampf um das Maglia Ciclamino, das Sprinter-Trikot. Jhonatan Narváez (UAE-Emirates-XRG) nutzte die Gelegenheit, sich im Sprint der Ausreißergruppe zu positionieren und Paul Magnier (Soudal-Quick-Step) abzufangen. Mit 131 Punkten führt Narváez nun knapp vor Magnier an. Ob er seine Chance nutzen kann, um den Franzosen in den verbleibenden Etappen endgültig zu distanzieren, bleibt abzuwarten. Die Sprints in Mailand und Rom werden entscheidend sein, aber auch die Muro Ca'del Poggio könnte Narváez einen entscheidenden Vorteil verschaffen.
Die 15. Etappe führt nun flach nach Mailand, bevor der Giro am Dienstag mit einem anspruchsvollen Bergzeitfahren fortgesetzt wird. Vingegaard hat den Giro im Griff, aber der Kampf um die Plätze hinter ihm ist eröffnet – und der Kampf um das Maglia Ciclamino verspricht zusätzliche Spannung.
