Rfef muss entscheiden: castilla oder pontevedra – wer spielt gegen sabadell?
58 Punkte, drei Klubs, ein Platz im Play-off. Der Juez de Competición sitzt auf dem heißesten Stuhl Spaniens, denn er muss binnen Stunden klären, ob Real Madrids Castilla oder Pontevedra am Sonntag gegen Sabadell um den Aufstieg in die Segunda División kämpft.
Das regel-dilemma: direkter vergleich oder dreier-bilanz?
Barakaldo hat als Erster das Nachsehen. Gegen Castilla und Pontevedra holte der Baskenkader nur drei Punkte, während die Konkurrenten jeweils sieben sammelten. Doch damit beginnt der Streit, nicht endet er. Die RFEF listet auf ihrer Website derzeit Castilla auf Rang fünf, weil sie den Vergleich auf die Begegnungen der beiden punktgleichen Teams reduziert – ohne Barakaldo. Dort siegt das Weiß-B-Team dank 2:1 im Di Stéfano und 1:1 in Pasarón.
Pontevedra widerspricht vehement. Die Galicier berufen sich auf die Tordifferenz aller drei Duelle und liegen da bei +2 vorne, Castilla nur bei +1. Ein Tor reicht also, um über Schicksal und Millionen zu entscheiden.

Real madrid hält sich raus – und das ist bezeichnend
Auffällig: Auf der offiziellen Homepage des Rekordmeisters findet sich kein einziger Satz, der das Castilla als „play-off-bereit“ erklärt. Kein Jubel, kein Hashtag, keine Pressemeldung. Stille. Sie wissen: Jede öffentliche Euphorie könnte als Druck auf den Richter gewertet werden – und der hat ohnehin schon genug Lärm.
Die Entscheidung muss fallen, bevor die Kugel am Wochenende rollt. Sonst steht ein Termin-Chaos an, TV-Rechte verlören Kontur, Fans buchen Flüge ins Leere. Der Juez de Competición kann sich nicht auf „morgen“ verstecken; die Uhr tickt in Echtzeit.
Wer wird es sein? Ein Talenteschmieden-Team, das nur eine Liga über der U19 spielen will, oder ein Traditionsklub, der seit 18 Jahren auf die zweite Etage wartet? Die Antwort kommt – und sie kommt mit juristischer Hand, nicht mit Fußballschuh.
