Elche übersteht erneut die grösste gefahr: historischer liga-verbleib!
Einmal Elche, immer Elche! Der Aufschrei, mit dem sich der Verein aus Elche auf die Mission gemacht hatte, die Klasse zu halten, hat sich erneut bewahrheitet. Gegen alle Widrigkeiten, gegen alle Gegner – sie haben es geschafft. Mit viel Herzblut, mit einer ungebrochenen Mentalität, die den Schwachpunkt der Saison, die Auswärtspartien, überwand. In einer feindseligen Atmosphäre, gegen einen Gegner, der ebenfalls alles auf eine Karte setzte (und schlussendlich abstieg), haben die Franjiverdes bewiesen, dass sie auch in brenzligsten Lagen bestehen können.
Ein unentschieden, das in die vereinsgeschichte eingeht
Das 1:1 gegen Girona wird als ein Meilenstein in der hundertjährigen Geschichte des Vereins in die Annalen eingehen. Elche bleibt in der Primera División. Sie sind ihrem bewährten Ballbesitzmodell unter Eder Sarabia treu geblieben, dem gleichen Ansatz, der ihnen im vergangenen Jahr den Aufstieg ermöglichte. Sechs Spieler aus dem glorreichen Aufstiegsteams standen in der Startelf. Mit dem angehenden WM-Teilnehmer Affengruber als unangefochtenem Kapitän. Ein Traumtor von Álvaro Rodríguez, einem Spieler, der auf ein Ticket zur Weltmeisterschaft hofft, brachte die entscheidenden Punkte. Gonzalo Villar, ein Eigengewächs, übernahm die Schaltzentrale im Mittelfeld. Und Buba Sangaré, ein echter Elche-Kämpfer, verteidigte mit Herz und Seele – bis er zur Halbzeit ausgewechselt werden musste. Mehr als 400 treue Franjiverdes reisten nach Montilivi und sorgten für eine beeindruckende Unterstützung. Und tausende weitere in der Stadt der Palmen trieben das Team während des Spiels an und feierten den Sieg nach dem Schlusspfiff.
Die Rettung war möglich, wenn Elche gewann oder ein Unentschieden erreichte. Eine Niederlage hätte nur in wenigen Szenarien zu einem Verbleib geführt. Sie waren auf sich selbst angewiesen, jeder Punkt zählte. Doch es gab eine grosse Hürde: ihre katastrophalen Auswärtsbilanz. Als das schlechteste Auswärtsteam der Primera División kassierten sie 13 Niederlagen in 18 Auswärtspartien und konnten lediglich sieben Punkte sammeln – dank eines einzigen Sieges und drei Unentschieden. Doch am entscheidenden Tag zeigten sie ihre beste Auswärtsleistung und sicherten sich damit die Rettung. Damit gingen auch ihre Erfolge in der Europa League als Heimmannschaft nicht verloren.
Neben dem grossen Geschenk des Verbleibs, das Elche die Möglichkeit gibt, seine 26. Saison in der Primera División zu bestreiten, gibt es noch eine zusätzliche Belohnung: den höchsten Punktgewinn in der Primera División. Mit 43 Punkten übertreffen sie die 42 Punkte der Saison 2021/2022. Bemerkenswert ist auch, dass Elche zum sechsten Mal in seiner hundertjährigen Geschichte den Klassenerhalt am letzten Spieltag sicherte – und das jeweils als Auswärtsmannschaft. Dieser Aspekt verleiht dem Verbleib eine besondere Bedeutung.

Ein tor für „coquito“
Das Tor von Álvaro Rodríguez war entscheidend für den Sieg in Girona. Es war nicht nur ein Teamerfolg, sondern hatte auch eine persönliche Bedeutung für den hispano-uruguayischen Stürmer. Es war sein erstes Tor kurz nach dem Tod seines Vaters, Daniel „Coquito“ Rodríguez, einer Legende von Peñarol. Ein wunderschönes Tor, geschossen nur wenige Kilometer von seinem Geburtsort Figueres entfernt und kurz vor der Bekanntgabe der offiziellen uruguayischen WM-Liste. Der „Toro“ schlug zu, sein siebtes Tor in dieser Saison, und brachte Elche dem ersehnten Verbleib näher.
Eder Sarabia hatte eine Woche vor dem „Finale“ in Katalonien auf den „Geist von Pacheta und Pere Milla“ hingewiesen. Der Trainer und der Torschütze, der Elche vor sechs Jahren in Montilivi in die Primera División führte – mit einem Tor in der 96. Minute. Eine von vielen Heldentaten des Vereins. Eine Wunde, die Girona in den Tagen vor dem alles entscheidenden Spiel noch einmal schmerzte. Doch erneut gingen die Franjiverdes als Sieger hervor. Elche gehört zur Primera División.
