Alaba verabschiedet sich: ein real-madrid-abschied voller emotionen
Ein Raunen ging durch das Bernabéu, als die Uhr die 69. Minute erreichte und die Rückennummer 4 aufleuchtete: David Alaba. Der Österreicher, eine feste Größe in Madrid, verabschiedete sich von den Fans, die ihm in den vergangenen sechs Jahren so viel gegeben haben – und er ihnen.

Ein abschied, der die geschichte schreibt
Die Szene war berührend. Das Publikum erhob sich, ein Meer aus weißen Schals und jubelnden Stimmen, um Alaba zu würdigen. Die Spieler des Real Madrid formierten eine Espada, eine Ehrengabe für einen Mann, der weit mehr als nur Titel gewonnen hat – zwei Champions-Leagues inklusive. Doch es waren die Momente auf dem Platz, die Alaba in die Herzen der madridistischen Fans geschrieben haben. Wer erinnert sich nicht an den Bild, wie er nach dem epischen Comeback gegen Paris Saint-Germain im Jahr 2022, völlig erschöpft, in einem Stuhl zusammenbrach? Eine Geste, die sofort ikonisch wurde und die die Fans mit weißen Stühlen in der Kurve würdigten, um diese unvergessliche Szene zu ehren.
Carlo Ancelotti wusste Alabas Wert für die Mannschaft, insbesondere in der Saison 2021/22, in der Real Madrid die Meisterschaft und die Champions League gewann. Er wurde zum unverzichtbaren Dreh- und Angelpunkt in der Innenverteidigung. Doch im Dezember 2023 traf die Mannschaft ein schwerer Schlag: Alaba erlitt eine schwere Knieverletzung, die dritte in kurzer Zeit nach den Verletzungen von Courtois und Militao. Trotzdem schaffte es Real Madrid, die Saison mit Meisterschaft und Champions-League-Titel abzuschließen – ein Beweis für den Teamgeist und die Stärke des Ensembles.
Am Abend, der eigentlich Dani Carvajal gewidmet sein sollte, stand Alaba im Mittelpunkt. Es war die Anerkennung für eine Karriere, die von Hingabe, Talent und Leidenschaft geprägt war. Seine Leistungen auf dem Platz, gepaart mit seiner sympathischen Persönlichkeit, machten ihn zu einem der beliebtesten Spieler im Bernabéu.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 235 Einsätze, 12 Tore und 17 Vorlagen. Doch Zahlen können nicht die emotionale Bindung beschreiben, die Alaba mit dem Verein und den Fans aufgebaut hat. Er hat eine Ära geprägt und wird für immer als einer der größten Spieler in der Geschichte des Real Madrid in Erinnerung bleiben. Sein Abschied hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird.
