Eishockey-wm: traum vom viertelfinale zerplatzt – kreis steht vor abschied!

Zürich – Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat sich bei der WM in der Schweiz zwar gegen Österreich mit 6:2 durchgesetzt, doch der ersehnte Einzug ins Viertelfinale ist in greifbarer Ferne. Ein überraschendes Ergebnis und die knappe Niederlage gegen Lettland lassen die Hoffnungen auf ein Weiterkommen nahezu im Sande verlaufen – und die Zukunft von Bundestrainer Harold Kreis ungewiss.

Ein bitterböses zwischenergebnis

Bereits am Nachmittag verdunkelten sich die Aussichten dramatisch. Lettlands Sieg gegen den Titelverteidiger USA katapultierte die Balten in eine vorteilhafte Position. Nun benötigt das deutsche Team nicht nur einen Sieg gegen Großbritannien am Montag, sondern auch einen Ausrutscher der Konkurrenz, um überhaupt noch eine Chance zu haben. Nach dem Vorrunden-Aus im Vorjahr und der enttäuschenden Olympia-Enttäuschung in Mailand droht das dritte enttäuschende Turnier in Folge.

Die Leistung der NHL-Stürmer, allen voran Lukas Reichel, der einen Hattrick erzielte, konnte den negativen Trend nicht aufhalten. Auch Joshua Samanski, Manuel Wiederer und Alexander Ehl trugen sich in die Torschützenliste ein, doch die Ergebnisse der anderen Teams machen die Situation extrem schwierig. Der Viertelfinalist von 2025 liegt derzeit zwei Punkte vor Deutschland.

„Unsere Aufgabe ist heute, ein gutes Spiel zu starten, über 60 Minuten durchzuziehen“, betonte Kreis vor dem Spiel. Seine Mannschaft zeigte zwar Phasen von Engagement, besonders im ersten Drittel, doch die Konzentration ließ nach, und Österreich konnte kurzzeitig ausgleichen. Reichels rasche Antwort zeigte jedoch den Willen zur Wende.

Kreis’ zukunft an einem seidenen faden

Kreis’ zukunft an einem seidenen faden

Die Niederlagen in den vergangenen Turnieren lasten schwer auf dem Team und dem Trainer. Ein weiteres Vorrunden-Aus würde die Diskussion um die Zukunft von Harold Kreis befeuern. Die Heim-WM 2027 in Düsseldorf und Mannheim, mit dem glamourösen Eröffnungspiel auf Schalke, steht an – doch ob Kreis diese Ereignisse erleben darf, ist höchst fraglich. Die Verantwortlichen werden sich nach dem Turnier eine klare Entscheidung anfangen zu überlegen.

Die deutsche Mannschaft muss nun hoffen, dass die Konkurrenz patzt und gleichzeitig selbst eine überzeugende Leistung gegen Großbritannien abliefern kann. Die Aufgabe ist enorm, doch die Spieler müssen alles daran setzen, um das Turnier nicht komplett zu verkacken. Die Fans dürfen sich keine falschen Hoffnungen machen, aber die Mannschaft sollte zumindest kämpfen und alles geben, um die Ehre zu wahren.

Die Leistung von Philipp Grubauer im Tor war solide, aber auch er konnte die katastrophale Ausgangslage nicht verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, dass Deutschland das Viertelfinale erreicht, ist gering. Es wird ein spannender Abschluss der Vorrunde, aber für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gilt: Jetzt zählt nur noch Schadensbegrenzung.