Kaiserslautern: auswärtsschwäche lähmt aufstiegshoffnungen!
Der 1. FC Kaiserslautern steckt in einem Dilemma, das die Fans am Betzenberg zutiefst beunruhigt. Während die Roten Teufel zu Hause eine beeindruckende Macht darstellen und die heimische Arena in eine Festung verwandeln, scheint die Auswärtsbilanz ein unlösbares Rätsel zu sein. Die Frage, wie es mit diesem Kader, dieser Unterstützung und in diesem Stadion überhaupt möglich ist, dass der FCK nicht um den Aufstieg mitspielt, beschäftigt derzeit viele.
Die heimstärke der lauterner
Im Fritz-Walter-Stadion präsentierte sich Kaiserslautern in dieser Saison als eine nahezu unbesiegbare Truppe. 31 Punkte aus 13 Heimspielen bedeuten einen hervorragenden dritten Platz in der Heimtabelle – nur Schalke 04 und Darmstadt 98 waren noch erfolgreicher. Doch diese beeindruckende Leistung steht in krassem Gegensatz zu den Leistungen auswärts.
Denn sobald der FCK die Pfalz verlässt, schwinden die Kräfte der Mannschaft regelrecht. Nur zwölf magere Punkte konnten die Roten Teufel in der Fremde sammeln. Diese Bilanz würde den Verein bei weitem nicht in die Erfolgsspur führen, sondern in ernsthafte Abstiegsgefahr bringen. „Es ist wie ein Virus“, klagte Trainer Torsten Lieberknecht.

Psychologische ursachen und neue trainingsmethoden
Kapitän Marlon Ritter stand vor der Presse ratlos da: „Ich kann es mir einfach nicht erklären. Woher kommt das?“ Torhüter Julian Krahl hingegen schien erleichtert über den überzeugenden Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf: „Wir haben definitiv eine entspanntere Woche“, so Krahl. Semih Sahin versuchte, die Situation mit einem humorvollen Kommentar zu relativieren: „Wir spielen die Auswärtsspiele nicht absichtlich so schlecht. Wir hatten mal wieder etwas gutzumachen, zuerst gegen Nürnberg, dann auch bei Hertha.“
Lieberknecht scheint die Ursache des Problems in der mentalen Einstellung zu sehen. Er hat bereits eine „andere Art des Trainings gewählt“, um die Spannung vor den Auswärtsspielen hochzuhalten und die Mannschaft zu motivieren. Dabei legt er großen Wert darauf, dass die Spieler schon im Bus die richtige Einstellung mitnehmen: „Wir müssen schon im Bus spüren: Da fährt eine Truppe hin, die es wissen will.“
Die kommenden Auswärtsspiele werden zeigen, ob Lieberknechts Maßnahmen greifen und der FCK die berüchtigte Auswärtsschwäche endlich ablegen kann. Denn eines ist klar: Ohne eine deutliche Verbesserung der Auswärtsleistung wird der Traum vom Aufstieg in weite Ferne rücken.

Die entscheidende konfrontation in berlin
Am kommenden Samstag steht für Kaiserslautern die Begegnung bei Hertha BSC an. Die Chance, die bittere Bilanz aufzubessern, ist gegeben. Krahl äußerte sich optimistisch: „Wir versuchen, da wirklich schon drüber nachzudenken und Lösungen zu finden. Denn wir wissen, der Fußballplatz ist überall gleich.“
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