Jimbee cartagena schlägt movistar inter und rächt sich für copa-desaster
Die Nacht von Cartagena bebt. Jimbee Cartagena hat Movistar Inter mit 4:2 niedergebrannt und dem Tabellenführer der Primera División de Fútbol Sala nicht nur die erste Heimniederlage der Saison beigebracht, sondern sich dabei auch die direkte Begegnung gesichert. Vier Punkte auf einen Schlag – das ist kein Sieg, das ist eine Kampfansage.

Chaguinha trifft zweimal – erst ins eigene netz, dann ins gegnerische
Der Brasilianer war Schicksal und Erlösung in Personalunion. Nach zwölf Minuten lenkte er den Ball unabsichtlich zum 0:1 für Cartagena ins eigene Tor. Kurz vor der Pause erhöhte Pablo Ramírez per Ecke auf 2:0. Duda hatte seine Mannschaft in der Kabine sicherlich nur eines gesagt: Weiterlaufen, Jungs. Und sie liefen. Bartolomé verkürzte zwar per Chaguinha-Vorlage, doch Tomaz schraubte die Führung Sekunden später wieder auf zwei Tore. Cecilio sorgte in der 38. Minute für den Anschluss, doch Fabinho machte mit dem 4:2-Endstand den Deckel drauf – mit dem gegnerischen Keeper als Zuschauer.
Die Zahlen sind gnadenlos: Movistar Inter kassierte in dieser Saison bisher nur neun Gegentore – in einem einzigen Abend jetzt zwei davon gegen Cartagena. Die Revanche für das 3:8 im Viertelfinale der Copa de España ist perfekt. Und sie kommt zur richtigen Zeit: Die Play-offs rücken näher, und mit diesem Siez schiebt sich Jimbee auf Platz drei – nur zwei Zähler hinter Inter, aber mit dem besseren Head-to-Head in der Tasche.
Die Halle in la Magdalena war kein Ort für schwache Nerven. 3.400 Zuschauer verwandelten sich in einen einzigen Chor, der jeden Zweikampf begleitete. Die Spieler fühlten sich. „Wir haben sie nie zur Ruhe kommen lassen“, sagte Duda hinterher, die Stimme rau vom Rufen. „Das war kein taktisches Meisterwerk, das war pure Leidenschaft.“
Die Saison ist noch lang, aber dieser Sieg schmeckt wie ein Finale. Movistar Inter muss nun beweisen, dass sie nicht nur dominieren können, sondern auch zurückkommen. Cartagena hat gezeigt: Wenn wir brennen, brennt die ganze Liga. Nächste Woche wartet ElPozo Murcia – und der Tabellenzweite hat ebenfalls eine Rechnung offen.
