Bayern-kollaps in paris: ist psg wirklich schon unschlagbar?

München – Der Traum von der Königsklasse ist geplatzt. Der FC Bayern München scheitert in Paris an einem überlegenen Paris Saint-Germain – und das, obwohl Harry Kane per Elfmeter noch Hoffnung schöpfte. Die internationale Presse feiert die Franzosen als neue Macht im europäischen Fußball, während die Bayern-Fans die bittere Realität annehmen müssen.

Die pariser dominanz: mehr als nur ein glücklicher sieg

Die Partie im Allianz Arena war ein deutlicher Unterschied zum Hinspiel, das als eines der besten Spiele der Saison in die Annalen einging. Während damals beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten, präsentierte sich PSG gestern Abend als die klar überlegene Mannschaft. Luis Enriques Taktik ging voll auf, und die Bayern wirkten von Beginn an eingeschränkt. Die Abwehr um Marquinhos und Kimpembe stand wie ein Fels in der Brandung, und im Mittelfeld kontrollierten die Franzosen das Spielgeschehen.

Die spanische Presse feiert PSG als „Bestia Negra“ – den schwarzen Schrecken des FC Bayern. „Paris ist schlichtweg überragend“, kommentiert die Daily Mail aus England. Die deutsche Presse räumt ein, dass die Bayern nicht an ihre gewohnte Form herankamen. „Die Bayern wirkten nicht in Bestform“, schreibt die Guardian. Die Gazzetta dello Sport kritisiert die defensiven Schwächen der Münchner und betont, dass Manuel Neuer zahlreiche Gegentore verhindern musste.

Doch es geht um mehr als nur um den Sieg. PSG hat bewiesen, dass sie nicht nur im Glück waren, sondern eine Mannschaft sind, die in der Lage ist, den FC Bayern zu dominieren. Die Kombination aus Weltklassespielern wie Mbappé und Neymar sowie einer disziplinierten Taktik macht PSG zu einem ernstzunehmenden Titelanwärter.

Selbstverschuldete niederlage? die bayern-kritik

Selbstverschuldete niederlage? die bayern-kritik

Während die internationale Presse PSG feiert, richtet sich die Kritik in Deutschland verstärkt gegen die Bayern-Defensive. Die fehlende Stabilität und die individuellen Fehler erlaubten es PSG, immer wieder gefährlich vorzustoßen. Auch die Offensive der Bayern wirkte gestern Abend blass, trotz des Treffers von Harry Kane. Die englische Zeitung The Sun findet hingegen, dass Kane sich mit seinem Ausscheiden eine wohlverdiente Pause vor der WM gönnt.

Die Niederlage ist für den FC Bayern ein herber Rückschlag. Sie müssen sich nun fragen, wie sie ihre Abwehr stabilisieren und ihre Offensive wieder in Schwung bringen können. Die Saisonziele sind damit gefährdet, und der Druck auf Trainer Tuchel steigt.

Die Tatsache, dass der FC Bayern trotz der Millioneninvestitionen in neue Spieler nicht in der Lage war, PSG Paroli zu bieten, wirft Fragen auf. Die Mannschaft muss sich neu finden und ihre Stärken wiederentdecken, wenn sie in der kommenden Saison wieder eine ernstzunehmende Rolle im internationalen Fußball spielen will.