Jannik hausmann kehrt als coach zurück und bringt pfullingens talente nach vorne
Ein Jahr nach seinem Karriereende zieht Jannik Hausmann die Handballschuhe wieder an – diesmal allerdings als Coach. Der 31-Jährige, der früher für Balingen und Hamburg in der Bundesliga auflief, steht ab sofort am Spielfeldrand des VfL Pfullingen und verpasst dem Drittligisten frischen Wind.
Seine Mission: Erfahrung weitergeben und Jungstars wie Noah Schrade auf die nächste Stufe heben. Das Duo könnte der Schlüssel für Pfullingens Angriff auf die Spitzengruppe sein.
Hausmann schaltet nach nur zwölf monaten pause sofort auf coach-modus
„Jannik ist im Sommer in unser Trainerteam eingestiegen und hat auch schnell seine Rolle gefunden“, schwärmt sportlicher Leiter Simon Tölke. Der Verein betont nicht nur dessen taktisches Know-how, sondern vor allem seine Menschenkenntnis. Charakter statt XXL-Trainerlizenz – das ist das Credo in Pfullingen. Hausmann coacht neben Chef-Trainer Fabian Gerstlauer vor allem in Einzelgesprächen und Videoanalysen, dort wo Emotion und Fachwissen sich treffen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In den ersten fünf Wochen der Vorbereitung legte das Team im Testspiel-Schnitt fast drei Tore mehr pro Spiel hin als noch im Frühjahr. Ein Effekt, den Tölke nicht allein der Sommerfrische zuschreibt.

Noah schrade rast von der verbandsliga direkt in den drittliga-kader
Während Hausmann die Strategie schärft, schnürt Noah Schrade seine Stollenschuhe für die dritte Liga. Der 19-Jährige war im Vorjahr noch Kreisläufer der Reserve, jetzt steht er vor dem Sprung ins Profi-Ensemble. „Er hat gezeigt, welches Potenzial er hat“, erklärt Tölke knapp. Drei Kurzeinsätze in der Obermannschaft genügten, um die Weichen zu stellen. Seine Quote: 6/7 im Test gegen den TVB Stuttgart II – das reicht für einen Vertrag über die komplette Saison.
Die Personalie passt ins Gesamtkonzept: Pfullingen will nicht nur punkten, sondern auch jene Spieler formen, die künftig für höhere Aufgaben gewappnet sind. Die Kombination aus altgedienter Liga-Erfahrung (Hausmann) und rohem Talent (Schrade) ist dabei kein Zufall, sondern Kalkül.
Für die Fans bedeutet das: Mehr Tempo, mehr Mut, mehr Zukunft. Die neue Saison startet in acht Wochen – dann zeigt sich, ob Hausmanns Coaching und Schrades Sprungkraft Pfullingen tatsächlich nach oben katapultieren. Die interne Marschroute ist klar: mindestens Platz fünf, besser noch ein Play-off-Platz. Ein Ziel, das ohne die Doppel-Offensive aus erfahrener Hand und frischem Blut kaum zu halten wäre.
