Málaga findet seine abwehr-essenz: murillo und montero liefern endlich konstante
Kein Transfer, kein Systemwechsel – nur zwei Namen, die endlich zusammenpassen. Seit Trainer Funes Diego Murillo und Javi Montero in der Innenverteidigung paart, wirkt Málaga wie ein Puzzle, bei dem die Eckstücke endlich halten.
Die „doble m“ stoppt die krise
Acht Spiele, vier Mal zu Null, nur zehn Gegentore. Das klingt nach Mittelfeld-Tabelle, ist aber die Bilanz der frisch getauften „Doble M“, die den Abstiegskampf des FC Málaga in eine Spur verwandelt hat, die nach vorne zeigt. Dabei war der Weg hierher alles andere als gradlinig.
Montero, eigentlich designierter Anführer wegen Gehalt, Erfahrung und Stimme in der Kabine, schwankte zwischen Ausrufezeichen und Fragezeichen. Die erste Saisonhälfte verpasste er die erwartete Konsistenz, Erinnerungen an seine starke Vorrunde bei Racing Santander verblassten. Murillo wiederum stand unter Funes zunächst außen vor, musste auf der Bank Platz nehmen, nachdem er Wochen zuvor noch zur festen Größe zählte.
Der Umschwung begann in Granada. Seit dem 2:0-Auswärtssieg bilden die beiden eine ununterbrochene Doppelspitze in der Abwehrzentrale. Was sie auszeichnet? Tempo im Offensivpressen, klare Ansagen bei Standards und ein Selbstvertrauen, das sich auf die gesamte Kette überträgt. Gegen Andorra gelang beiden sogar ein Tor – ein Eckball, ein Kopfball, ein Statement.

Risiko offensives pressing
Das Málaga-Prinzip lautet: verteidigen durch Angriff. Die Folge: hohe Verteidigung, viel Raum im Rücken. Gegen Valladolid, Huesca und eben Andorra schauten Murillo und Montero gelegentlich in die Röhre, doch die Balance stimmt nun öfter als nicht. Die Zahlen sprechen für sich: vor der Doble-M-Ära kassierte Málaga 1,7 Tore pro Partie, danach nur noch 1,25.
Trainer Funes lobt öffentlich die „Kommunikation und gegenseitige Absicherung“. Intern heißt es, Montero habe angefangen, die Lautstärke seines Gehalts endlich mit der Lautstärke seiner Sprache zu verbinden. Murillo wiederum profitiert von der Erfahrung des Partners und wagt das Risiko eines frühen Ballgewinns öfter als je zuvor.
Die Fans erinnern sich gern an die „Doble D“ der Neunziger: Darío Silva und Dely Valdés. Die neue Generation trägt keine Tore im Angriff, sondern verhindert sie – und erntet dennoch Beifall. Wenn am letzten Spieltag der Klassenerhalt feststeht, dürfte vor allem ein Bild durch die sozialen Netzwerke geistern: zwei Innenverteidiger, die sich nach Schlusspfiff in den Armen liegen. Murillo und Montero – oder einfach: Málagas Rettung.
