Inter verlängert dimarco früher als gedacht – milan-heimkind wird bis 2030 gesetzt

Federico Dimarco wird nicht nur bleiben, er wird zur Ikone. Die Inter-Führung zieht die Option für ein weiteres Jahr (bis 2028) bereits diesen Sommer, anschließend steht eine neue Großoffensive bis 2030 mit deutlicher Gehaltserhöhung bereit. Der 28-jährige Linksverteidiger bekommt damit die gleiche Loyalität zurück, die er dem Klub seit seiner Jugend schenkt.

Klause zieht – dann wird neu verhandelt

Im April 2025 aktiviert Giuseppe Marotta die einseitige Verlängerungsklausel, die ihm 4 Mio. Euro Nettojahresgehalt für zwölf zusätzliche Monate sichert. Gleichzeitig laufen intern bereits die Zahlen für ein frisches Papier bis 2030: fixe 5,5 Mio. plus Leistungsboni, die Dimarco in dieser Saison bereits voll kassiert hat. Die Botschaft ist klar: kein Marktwirtschaftsgeplänkel, sondern Wertschätzung pur.

Die Zahlen sprechen für sich: 16 Vorlagen in der Serie A, ein Rekord, der Papu Gómez’ historische 16-Assists-Saison mit Atalanta aus 2019/20 einstampft. Dazu schoss der Mailänder bereits sieben Tore – persönliche Bestmarke, darunter die chippte Freistoßgranate gegen Dortmund in der Champions League. Hätte Thuram zweimal nicht im Millimeterabseits gestanden, stünden es sogar neun Treffer.

Milan im blut, scudetto im visier

Milan im blut, scudetto im visier

Geboren in Porta Romana, zum Kick auf der Rotonda della Besana erzogen, lebt Dimarco den Kindheitstraum. Sein Mitspieler Marcus Thuram bedankte sich beim 3:1 in Turin mit dem „Schuhputzer“-Celebration für den 16. Assist – eine Geste, die in den Neunzigern Moriero für Ronaldo erfand. Die Curva Nord hat das Video bereits zu einem viralen Meme verarbeitet.

Der emotionale Draht zu Trainer Cristian Chivu ist perfekt: beide denken Fußball in räumlichen Raster, lieben taktische Schachzüge und philosophieren gerne über das Leben jenseits des Platzes. „Er versteht meine Läufe, bevor ich sie mache“, sagte Dimarco kürzlich im Mixed Zone – ein Satz, der in Mailand als Loyalitätsbekundung gewertet wird.

Die Meisterschaftsfeier steht bevor. 2021 saß Dimarco noch in Verona und durfte nur fernab der Piazza jubeln, diesmal will er mit der Mannschaft durch das Duomo-Viertel ziehen. „Unsere Priorität war immer der Scudetto“, hatte er vor dem Champions-League-Aus betont. Nun ist die Mission einen Sieg entfernt.

Rekord, Rekord, Rekord – und doch bleibt ein Stachel: das verpasste WM-Turnier kostet ihn vier Jahre Lebenszeit auf der internationalen Bühne. Kapitän der Inter im Sommer 2030 zu werden, wäre die versöhnliche Krönung. Bis dahin läuft seine Geschichte weiter, Seite für Seite, Flanke für Flanke, in Schwarz-Blau.