Atlético feiert simeones geburtstag mit arsenal-kracher – und einer achillesferse
Madrid schläft kaum. Um 21:00 Uhr ertönt im Estadio Metropolitano der Champions-League-Scheck, und Diego Simeone bekommt zum 56. Geburtstag gleich zwei Geschenke: ein Halbfinale und die Angst vor einem alten Bekannten. Der Atlético de Madrid empfängt den Arsenal, der in der Gruppenphase schon einmal an den Rojiblancos gezeigt hat, wo der Schuh drückt – beim Standard.
Arsenal bringt die pizarra zurück, atlético bringt neun gegentore mit
Mikel Artetas Mannschaft trifft mit der besten dead-ball-Abteilung Europas ein. Elf der letzten 17 Tore kamen nach ruhenden Bällen. Die Waffe, die den Atlético im Oktober schon k.o. schlug, ist scharf geladen. Die Madrilenen kassierten in dieser Saison neun Standardgegentore – mehr als jeder andere Viertelfinalist.
Ademola Lookman und David Hancko kehren zurück, doch José María Giménez und Pablo Barrios fehlen. Ohne Giménez wird die Luft im Strafraum dünner. Ohne Barrios fehlt der erste Pressingfänger. Simeone muss seine berühmte defensive Muraille mit improvisierten Ziegeln bauen.

Danny makkelie pfeift, die uhr tickt für budapest
Schiedsrichter Danny Makkelie gilt als strikt bei Handspiel und Elfmeter – ein Detail, das bei Arsenal-Ecken jederzeit explodieren kann. Die Rückspiel-Vorführung im Emirates steht bereits fest, wer heute den Heimvorteil verschenkt, reist unter Zugzwang nach London.
Für Atlético wäre es die vierte Finalteilnahme, für Arsenal der erste Titel seit der Invincibles-Ära. Julián Álvarez, seit Wochen in Torlaune, könnte Simeone die perfekte Geburtstagstorte backen – vorausgesetzt, seine Vorderleute bekommen die Gunners-Standards in den Griff. Die Wette: Wer die Standards dominiert, dominiert die Serie. Die Wahrheit: Atlético muss heute gewinnen, sonst wird die Reise nach Budapest nur noch zur Touristenfahrt.
