Inter greift nach vicario: tottenham-desaster macht traumtransfer möglich
Die Kurve kratzt am Abgrund, der Torwart sitzt nach 17 Minuten wieder auf der Bank – und in Mailer flattern die Faxgeräte. Guglielmo Vicario, gestern noch Sündenbock im Tottenham-Chaos, ist plötzlich Top-Kandidat für die Inter-Mission „Sommer-Nachfolge“. Der Grund: Wenn die Spurs wirklich auf Platz 18 landen, bricht der Preis für den italienischen Nationalkeeper einfach in sich zusammen.
Marotta hat die faxnummer, vicario hat schon zugestimmt
Es ist ein Déjà-vu mit Premier-League-Dreck drauf. Bereits 2022 wollte Inter den Empoli-Schlussmann holen, doch Onana zog es nach Manchester – Vicario schwankte, unterschrieb dann bei Tottenham für 18 Millionen Euro. Jetzt, drei Jahre später, steht der 28-Jährige mit durchgedrückten Schultern da: sein Verein droht den Abstieg, sein Vertrauen ist ramponiert. Beppe Marotta nutzt das Zeitfenster, telefoniert heimlich mit London und lacht ins Fell. Das Scouting-Protokoll liegt seit Wochen auf dem Schreibtisch von Oaktree, die Summe würde bei 20 Millionen plus Boni enden – ein Schnäppchen für einen Schlussmann, der in der Europa-League-Finale-Saison 14 Clean Sheets schaffte.
Die Konkurrenz schläft nicht. Juve beobachtet, Monaco lauert, doch Vicario hat laut Gazzetta schon sein Ja gegeben. Er will die Kurve von San Siro, nicht die von Brentford. Und wenn Sommers Vertrag im Juni erlischt, rückt der Kreis schon wieder zu: Onana, Sommer, Vicario – ein Torwart-Karusell, das nur Inter so spielen kann.

Plan b heißt lunin, doch plan a ist klar
Falls Tottenham doch noch die Rettung schafft und die Ablöse explodiert, hat Inter bereits den Ukrainier Andriy Lunin auf Zettel. 25 Jahre, Ersatz bei Real Madrid, gut genug für die Königlichen, wenn Courtois fehlt – und günstig genug für die neuen US-Eigentümer. Aber das ist Notfall. Die wahre Geschichte heißt Vicario, heißt Rache, heißt Heimkehr.
Die Zahlen sprechen für sich: Mit 29 Punkten nach 28 Spielen steht Tottenham nur einen Zähler über dem Relegationsplatz. Die nächsten Gegene: Manchester City, Liverpool, Arsenal. Kein Wunder, dass in der Inter-Zentrale kleine Schieflagen gezählt werden. Je tiefer die Spurs sinken, desto leichter springt Vicario heraus.
Der italienische Keeper selbst schwieg nach dem 2:5 gegen Atlético, aber sein Blick Richtung Kamera sagte alles: Er will weg, will zurück, will endlich das Trikot tragen, das ihm vor drei Jahren durch die Lappen ging. Die Inter-Fans haben schon ein Hashtag: #VicarioARiprenditi. Die Aktionäre haben die Excel-Tabelle offen. Und Marotta? Der wartet nur noch auf den einen Anruf aus London, der die Preisschraube endgültig löst.
Am Ende zählt nur der Abstieg. Und der kann für Inter den Transfer des Sommers bedeuten – bevor der Sommer überhaupt beginnt.
