Insigne schießt pescara richtung himmel – und erklärt, warum er neapel links liegen ließ

60 Minuten, ein Tor, zwei Assists. Lorenzo Insigne hat die Virtus Entella binnen einer Stunde zerlegt und Pescara in Serie B zur neuen Erfolgsmaschine gemacht. Doch der ehemalige Kapitän von Neapel trägt nicht nur Trikotnummer 10, sondern auch ein offenes Geheimnis: Warum kehrte er nicht in die Stadt zurück, die ihn vergöttert?

„Mit de laurentiis kein problem – mit contes fitnesstest schon“

Im Interview mit Rai-2-Journalist Ciro Venerato lüftet der 35-jährige Flügelflitzer den Mantel des Schweigens. „Der Präsident war ehrlich, die Idee gefiel ihm, meine Liebe zu Neapel kennt er“, sagt Insigne. Der Haken: Antonio Conte, der neue Coach der Partenopei, verlangt nach Messwerten, die Insignes Wintervorbereitung nicht erfüllte. „Sein Fitnesszirkel ist ein Hochleistungslabor. Ich war nicht Labor-beständig“, gibt der Angreifer mit einem schiefen Grinsen zu.

Die Zahlen sprechen trotzdem für ihn: Seit seinem Wechsel nach Abruzzen steht er in zwölf Partien bei neun Torbeteiligungen – Schnitt von 0,75 pro Spiel. Pescara liegt nach dem 3:0 gegen Entella auf Aufstiegskurs, die Kurve singt „Lollo per sempre“. Dabei hatte der Klub Insigne im Januar nur als Notnagel verpflichtet, nachdem Topstürker Galano einen Kreuzbandriss erlitt.

Nationalteam? „solange ich laufe, träume ich“

Nationalteam? „solange ich laufe, träume ich“

Insigne brennt noch für den Azzurri. WM 2026 steht vor der Tür, die Play-offs rücken näher. „Das Trikot mit dem vierfachen Stern ist meine Kindheitsliebe. Solange meine Beine mitspielen, hoffe ich“, sagt er. Bundestrainer Gennaro Gattuso, ein langjähriger Kumpel, habe ihm zugesichert: „Lorenzo, wenn du spielst, schaue ich.“

Ein Blick auf den Kalender zeigt: Am 28. März folgt das Topspiel bei Frosinone. Gewinnt Pescara, springt Insignes Team auf Platz zwei – und der Flügelsträmer würde Conte erneut in Erinnerung rufen. Die Entscheidung, Neapel abzulehnen, könnte sich als Karriereschub entpuppen.

Insigne selbst lacht über die Ironie: „Manchmal muss man nach vorne gehen, um zurückzukommen.“ Für Pescara bedeutet das: Weiter nach vorne, Richtung Serie A. Für Insigne: Ein letztes Kapitel, geschrieben in Sturm und Torlaub.