Götze fliegt aus dem kader – frankfurt zögert, verbleib offen
Mario Götze muss am Sonntag im Rhein-Main-Derby zuschauen – und das nicht einmal von der Bank aus. Eintracht-Coach Albert Riera strich den 32-jährigen Weltmeister komplett aus dem Aufgebot, wie HR und Bild übereinstimmend melden. Die Botschaft ist klar: Götze ist kein Fixum mehr, sondern ein Kandidat für die Tribüne.
Knauff und co. drängen götze nach hinten
Der Grund liegt im Comeback von Younes Ebnoutalib, Ansgar Knauff und Arthur Theate. Drei Rückkehrer, ein Platzproblem – und Götze ist der Leidtragende. Nach 18 Einsätzen (nur sieben von Beginn an) und null Scorerpunkten in dieser Saison reicht das offenbar nicht mehr. Die Zahl spricht für sich: 26 Spieltage, 67 Minuten Schnitt – sein schwächster Wert seit Jahren.
Sportvorstand Markus Krösche wollte im «Aktuellen Sportstudio» weder bestätigen noch dementieren. Stattdessen betonte er: «Mario ist ein extrem wichtiger Spieler – nicht nur auf dem Feld.» Doch wichtig genug für einen neuen Vertrag? Offen. Der 2014-Weltmeister läuft im Sommer aus, eine vorzeitige Verlängerung zu reduzierten Konditionen steht noch immer nur auf dem Papier.

Symbolfigur wird zur planstelle
Für Götze ist es der vorläufige Tiefpunkt eines schleichenden Abstiegs. Einmal noch sollte er in Frankfurt die Spielkultur zurückbringen, nun hilft er vor allem in der Kabine. 148 Pflichtspiele in zwei Jahren – doch der Eintracht droht, aus dem einstigen Hoffnungsträger ein teurer Begleitumstand zu werden. Die nächste Chance? Frühestens nach der Länderspielpause. Ob sie dann noch zählt, werden Krösche und Riera entscheiden – nicht mehr das Talent, das einst die Welt eroberte.
