Gummersbach fegt melsungen weg und jagt den nächsten rekord
Der VfL Gummersbach lässt die Daikin Handball-Bundesliga erzittern: Sieben Siege nacheinander – der Altmeister schraubt seine Bestmarke beim 31:24 gegen MT Melsungen weiter nach oben und nähert sich mit jedem Wurf der Europapokal-Zone.
Der klassenerhalt bekommt ein neues gesicht
HSG Wetzlar kratzte sich mit bloßen Händen aus dem Keller. Noch zur Pause lag das Schlusslicht in Minden mit 11:15 hinten, dann schalteten Dominik Mappes und Ahmed Nafea den Turbo. 33:31 – ein Ergebnis, das die Abstiegszone neu mischt. Minden und Wetzlar trennen nur noch zwei Punkte, das Restprogramm wird zum Zitterschieben für beide.
Die Spannung steigt, weil auch Leipzig seinen ersten Heimsieg verpasste. 29:29 gegen Stuttgart – das 17:17 zur Pause war Programm, kein Team wollte sich erkennen geben. Den letzten Ball hatte Leipzig, doch der Rückraum zitterte, der Kreis zog sich zusammen. Punktgeteilt, Platz eins und zwölf – die Tabelle lügt nie.

Kiel gewinnt das nordderby, flensburg gewinnt die sympathie
37:33 im Ostseestadion – Lasse Möller warf vierzehn Mal ein, aber nur die SG jubelte über ihn. Der THW zog dank Andreas Wolffs 14 Paraden davon, ließ Flensburg laufen, bis die Beine schwer wurden. Drei Derbys in 25 Tagen, drei Siege für Kiel. Die Serie ist kein Zufall, sie ist Macht.
Die Füchse Berlin dagegen spielten sich selbst an. 45:29 gegen Erlangen – der alte Torrekord aus dem Januar 2022 wurde eingestellt, Milosavljev hielt 17 Bälle, Gidsel traf elf Mal. Die Hauptstädter wirken wie ein Team, das die Play-offs vorverlegt hat.

Magdeburg zittert, göppingen glänzt
27:25 in Düsseldorf – Felix Claar traf zehn Mal, Omar Magnusson drückte den Deckel zu. Der Bergische HC hatte Morante Maldonado zurück, aber keine Antwort auf die letzten 60 Sekunden. Der BHC bleibt in Gefahr, Magdeburg festigt Platz drei.
Frisch Auf Göppingen schlug Lemgo mit 30:27. Die Lipper führten zur Pause, verloren dann den Faden und damit wohl auch die letzten Träume von internationaler Luft. Göppingen dagegen rückt näher an die Euro-League-Plätze heran.
Am Ende eines Wochenendes, das die Liga in zwei Lager teilt: Wer oben mitmischen will, und wer unten ums Überleben kämpft. Gummersbach gehört jetzt eindeutig zur ersten Gruppe. Der siebte Sieg war keine Momentaufnahme – er ist die Visitenkarte eines Aufschwungs, der niemanden kalt lässt.
