Grönbaek: hsv-hoffnungen trotz holprigem start!
Albert Grönbaek – sein Debüt für den Hamburger SV zögerte sich länger als erhofft. Nach einer turbulenten Zeit voller Verletzungen und Krankheiten bewies der Däne gegen Augsburg (1:1) zumindest ansatzweise sein Potenzial. Ein Hoffnungsschimmer für die verbleibenden Saisonspiele?

Die lange reise zum hsv-einsatz
Der 24-jährige Grönbaek kam im Januar mit deutlichem Fitnessrückstand an die Elbe. Doch das Schicksal wollte es anders: Eine Faszienverletzung, gefolgt von einem Infekt, hielten ihn lange von einem Einsatz fern. Nun, endlich, durfte er auflaufen – wenn auch unter schwierigen Umständen: In Unterzahl gegen Augsburg.
Trainer Tim Walter und sein Nachfolger, nunmehr Merlin Polzin, hatten den jungen Dänen im Training bereits beobachtet. „Im Training hat Albert schon gezeigt, was bei ihm möglich ist“, so Polzin, der Grönbaeks lange Leidenszeit jedoch mit Vorsicht betrachtete. Die Bilanz der vergangenen Saison für seine Leihvereine Southampton und Genua liest sich düster: lediglich elf Spiele aufgrund von Verletzungen. „Es war das schlimmste Jahr meiner Karriere“, gestand der Mittelfeldspieler offen.
Ein vielversprechender Einblick
Trotz der widrigen Umstände hinterließ Grönbaek einen positiven Eindruck. Nach seiner Einwechslung in der 67. Minute bewies er Willen und Einsatzfreude. Ein Distanzschuss, der nur knapp am Tor vorbeiflog, ließ auf mehr hoffen. „Ich habe den Ball richtig gut getroffen, das wäre natürlich perfekt gewesen“, so Grönbaek nach dem Spiel.
Die kurze Zeit, die ihm noch bleibt – sechs Spiele bis zum Saisonende – ist knapp bemessen. Die Kaufoption von fünf Millionen Euro stellt eine Herausforderung dar. Doch sein Einstand deutet an, dass der Däne durchaus das Zeug dazu haben könnte, diese Summe zu rechtfertigen. Insbesondere die Unterstützung seines Landsmanns Yussuf Poulsen, der selbst mit Verletzungen zu kämpfen hat, half ihm, sich schnell zu integrieren.
Grönbaek scheint entschlossen, seine Bewährungsphase zu nutzen und den HSV-Fans zu zeigen, was in ihm steckt. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein, um seine Zukunft an der Elbe zu sichern. Die Fans haben jedenfalls einen ersten Hoffnungsschimmer gesehen.
