Gnabry und diaz demolieren atalanta – bellanova allein gegen die bayern-flut
Serie A? Eine Schießbude. In Bergamo jagte Bayern München Atalanta mit 4:1 nieder – und ließ dabei zwei Italiener blutig aussehen. Sead Kolašinac und Nicola Zalewski verloren jeden Halt, nur Raoul Bellanova stemmte sich gegen die Münchner Wucht.
Kolašinac und zalewski versinken im gnabry-torkanal
Zwanzig Minuten brauchte Serge Gnabry, um Kolašinac zweimal zu verladen. Der Außenverteidiger schien auf Schlingerkurs, Zalewski half ihm nicht – und schon war’s 2:0. Diaz komplettierte mit einem Solo durchs Zentrum das 3:0, bevor Atalanta überhaupt Luft holte.
Die Statistik brennt ins Auge: Bayern erzielte innerhalb von 67 Sekunden Ballbesitzphasen mit vier Torschüssen, Atalanta kam auf zwei klärende Grätschen. Die Zahlen reden eine klare Sprache: Wer hinten offen steht, kassiert Prügel.

Bellanova rettet wenigstens die ehre
Einzig Bellanova wirkte wie auf einem anderen Rasen. Er gewann acht von neun Zweikämpfen, blockte zwei Gnabry-Schüsse und leitte mit einem Steilpass das 1:4 von Lookman ein. Sein Laufduell gegen den Deutschen endete 4:2 – der einzige italienische Sieg an diesem Abend.
Trainer Gasperini schüttelte nach Abpfiff den Kopf: „Wir haben die Linien nicht zusammengezogen, dann trifft Bayern eben vier.“ Die Worte klangen wie ein Inspektionsbericht nach einem Autounfall – sachlich, nüchtern, schmerzhaft.
Für Atalanta bleibt die Erkenntnis: Ohne kompakte Abwehr wird auch das schönste Angriffsspiel zur Schauveranstaltung. Und für Bayern? Die Münchner zeigten, dass europäische Spitze nicht diskutiert, sondern vorgeführt wird.
