Georg koch mit 54 jahren gestorben – der fußball trauert
Der Fußball hat einen seiner Stillen verloren. Georg Koch, Jahrzehnte lang Rückhalt zwischen den Pfosten, ist am Mittwoch im Alter von 54 Jahren gestorben – nach einem langen, zermürbenden Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs, eine Diagnose, die er 2023 erhalten hatte und die von Anfang an keine Hoffnung auf Heilung ließ.
Ein torhüter, der überall spuren hinterließ
Wer Georg Koch nur als Randnotiz der Bundesliga-Geschichte kennt, kennt ihn nicht wirklich. 213 Bundesliga-Spiele für Fortuna Düsseldorf, den 1. FC Kaiserslautern, den MSV Duisburg und Arminia Bielefeld – das ist keine Karriere, das ist ein Lebenswerk. Und dann war da noch das Ausland: PSV Eindhoven, wo er in der ChampionsLeague auflief, Dynamo Zagreb, Rapid Wien. Koch war kein Heimspieler im übertragenen Sinne.
Bei Energie Cottbus war er nur eine Saison – 2003 bis 2004, 26 Partien in der 2. Bundesliga. Kurz, aber für die Lausitzer unvergessen. Wer ihn damals erlebt hat, weiß: Koch war einer, der ein Spiel tragen konnte.

Fortuna düsseldorf war sein herzensverein
Sechs Jahre, 131 Pflichtspiele, ein Aufstieg: Zwischen 1991 und 1997 formte Koch bei der Fortuna seine Identität als Profi. 1995 stieg er mit dem Klub aus der 3. Liga direkt in die Bundesliga auf – ein Durchmarsch, der in Düsseldorf bis heute erzählt wird. Kein Wunder, dass es sein einstiger Verein war, der am Mittwoch auf X die Todesnachricht verkündete: „Ruhe in Frieden, Georg Koch. Unser ehemaliger Torhüter ist nach schwerer Krankheit verstorben. Wir sind in tiefer Trauer.
