Füchse berlin verlieren, aber der traum lebt: jetzt wird die champions league gejagt

34:37 gegen Nantes, aber das ist nur ein Fußnote. Die Füchse Berlin haben bereits das Viertelfinale sicher, und in der Max-Schmeling-Halle klang nach dem Abpfiff nicht Jammern, sondern Sweet Caroline. 6.306 Stimmen skandieren: „Wir holen die ChampionsLeague!“

Warum die niederlage keinen kratzer hinterlässt

Nikolej Krickau stellte seine beste Elf auf, obwohl der Gruppensieg schon in der Tasche war. Der Däne wollte den Rhythmus nicht unterbrechen – und erkannte spätestens zur Pause, dass Nantes den Kampf annahm. Lasse Ludwig parierte spektakulär, aber die Technik wackelte, und die Franzosen gingen mit 19:18 in die Kabine. Dennoch: Berlin bleibt Gruppenerster, und das zählt fürs Seeding.

Der eingebaute Fehler hat Methode. Drei Tage vor dem Pokal-Viertelfinale gegen Erlangen durfte kein Muskelfaser reißen. Krickau: „Mit so einer Leistung verlieren wir auch gegen Erlangen – das wissen die Jungs.“ Die Ansage ist klar: Titel Nr. 2 soll folgen.

Mathias gidsel und der selbstläufer-trick

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Der Däne traf siebenmal, aber er spielte auch 45 Minuten nur mit 70 %, wie Insider verraten. Das ist kein Mangel, sondern ein Programm. Nach der EM-Pause wollen die Füchse in 13 Tagen drei Bundesligaspiele und ein Pokalhalbfinale absolvieren. Wer jetzt Gas gibt, riskiert den April.

Die Zahlen sprechen für Berlin: 6 Siege, 1 Niederlage seit Jahresbeginn, Torverhältnis plus 28 in der Gruppenphase. Kein deutscher Klub kommt an diese Effizienz heran – nicht einmal Magdeburg, der aktuelle Tabellenführer der Liga.

Der fuchsbau glaubt – und das ist kein hype

Der fuchsbau glaubt – und das ist kein hype

Fan Frank formuliert es so platt wie ehrlich: „Letztes Jahr Meister, dieses Jahr Kölner Dom.“ Gemeint ist der Pokal mit der großen Henkel. Der Club verkaufte in 48 Stunden 1.200 Viertelfinale-Tickets, obwohl der Gegner noch nicht feststeht. Die Nachfrage übertrifft das Angebot um das Dreifache.

Die Spieler reden nicht mehr drum herum. Nils Lichtlein: „Wir wollen alles gewinnen, Punkt.“ Das klingt nach Klischee, ist aber Realität: Berlin hat die tiefste Rotation Europas, einen Torwart auf Weltklasse-Niveau und einen Trainer, der in Aalborg bereits das Halbfinale erreichte. Die Mischung ist explosiv.

Am 25. März steigt das Viertelfinale, ausgelost wird am Montag. Ob Barça, PSG oder Aalborg – Berlin hat keinen Lieblingsgegner. Die Füchse haben nur ein Ziel: Mit dem Pokal im Mai zurück in die Max-Schmeling-Halle – und dann erneut Sweet Caroline singen.