Franziska preuß beendet karriere nach psychoterror: "keine medaille wert"
- Franziska preuß beendet biathlon-karriere: scharfe kritik an hass im netz
- "Psychoterror" und die folgen für preuß
- Abschied im doppelpack mit dorothea wierer
- Erfolge und herausforderungen einer großen karriere
- Wertung und analyse von experten
- Enttäuschung und ausblick des deutschen teams
- Preuß blickt positiv in die zukunft
Franziska preuß beendet biathlon-karriere: scharfe kritik an hass im netz
Nach dem Massenstart bei
den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina 2026 hat Franziska Preuß ihre beeindruckende Karriere als Biathletin in Antholz beendet. Obwohl die Spiele sportlich nicht den erhofften Abschluss fanden, hat die Gesamtweltcupsiegerin der vergangenen Saison ihren Frieden geschlossen. Im Interview mit Eurosport übte sie jedoch scharfe Kritik an den Anfeindungen, die sie in den sozialen Medien erfahren musste."Psychoterror" und die folgen für preuß
"Dieser Psychoterror, den man da durchmacht und die Tatsache, dass dann jeder sagt 'schau ja nicht in Social Media, was über Dich geschrieben wird' - da denkt man sich: Ich bin doch eigentlich kein schlechter Mensch und hab‘ nichts Kriminelles gemacht", erklärte Preußnach ihrem letzten Rennen sichtlich bewegt. Die negativen Kommentare und der Druck führten dazu, dass sie den Wert einer Medaille in Frage stellte. "Da habe ich wirklich gedacht, es ist mir jetzt gar keine Medaille mehr wert. Deswegen passt’s jetzt genauso wie es ist.", so die 31-Jährige.

Abschied im doppelpack mit dorothea wierer
Der Abschied von Preuß wurde besonders versüßt durch die gemeinsame Feier mit ihrer Freundin und langjährigen Konkurrentin Dorothea Wierer. Gemeinsam drehten die beiden eine Ehrenrunde in Antholz. "Das heute mit der Doro gemeinsam zu erleben, fand ich wahnsinnig cool, weil ich die Doro so gern mag und sie ein so cooler Charakter ist. Deswegen war das sehr speziell", sagte Preuß strahlend.

Erfolge und herausforderungen einer großen karriere
Über 13 Jahre lang war Franziska Preuß eine feste Größe im deutschen Weltcup-Team und feierte zahlreiche Erfolge. Bei Weltmeisterschaften gewann sie insgesamt zwei Gold-, sechs Silber- und drei Bronzemedaillen. Der Höhepunkt ihrer Karriere war die Saison 2024/25, als sie den Gesamtweltcup knapp vor Lou Jeanmonnot gewann.

Wertung und analyse von experten
Michael Rösch, Eurosport-Experte, lobte Preuß‘ Talent und Konstanz: "Wir wussten eigentlich seit 2015, wie gut Franzi eigentlich ist, als sie bei der WM Gold und Silber gewann. Dann ging es bei ihr ein bisschen drunter und drüber, aber in dem Corona-Jahr 2021 ist sie gesund durchgekommen und wurde Dritte im Gesamtweltcup. Da hat man ihr Potenzial gesehen. Da war klar: Sie ist für größeres bestimmt. Und dann kam 2025 eben alles zusammen für sie.".
Enttäuschung und ausblick des deutschen teams
Obwohl Preuß bei vier Olympischen Spielen nie die erhofften Erfolge feiern konnte – ihre Bilanz umfasst zwei Bronzemedaillen, darunter eine in der Mixed-Staffel in Antholz – würdigte auch Sportdirektor Felix Bitterling ihre Karriere. "Jeder hat gesehen, dass es jetzt nicht super toll gelaufen ist für uns die letzten Tage", sagte Bitterling, betonte aber auch: "Wenn man die Länge der Karriere von Franzi sieht, darf man das dadurch nicht überschatten lassen.". Eine gemeinsame Feier mit dem Team ist beim Weltcup-Abschluss in Oslo geplant.
Preuß blickt positiv in die zukunft
Franziska Preuß verabschiedet sich mit einem Lächeln und dem Ausblick auf neue Kapitel: "Ich werde nochmal nach Oslo kommen und die Mädels da nochmal anfeuern und spätestens da gibt es dann einen gemeinsamen Drink".
