Fifa-zoff um iran: trump will team rauswerfen – irak reist mit bussen zur relegation

Die Qualifikation für die WM 2026 gerät zur Geopolitik-Show: Während der Iran trotz Raketenangriffen fest von seiner Teilnahme ausgeht, sitzt der Irak bereits im Bus Richtung Jordanien – weil das eigene Luftraum ein Kriegsgebiet ist.

Trump schoss, fifa schweigt

„Unangebracht“, „Lebensgefahr“, „Sportveranstaltung sichern“ – so lauteten die Tweet-Fragmente des US-Präsidenten, der Iran aus Mexiko verbannt sehen will. Die Antwort aus Teheran kam binnen Minuten: „Wir sind sportlich qualifiziert, entscheidet die Fifa, nicht das Weiße Haus.“ Verbandspräsident Azizollah Mohammadi stellte klar, dass man sich juristisch verteidigen wird. Dabei ist die Lage eindeutig: Artikel 6, Absatz 5 und 7 des Fifa-Regelwerks verleiht Gianni Infantino exklusive Befugnis, einen Rückzug oder Ausschluss zu verwalten. Italien, das die Play-offs verpasst, darf trotz Rom-Sehnsucht nicht einmal in der Theorie nachrücken.

Die Logik spricht für einen asiatischen Ersatz. Als Kandidat Nummer eins gilt die mit 21 Punkten drittplatzierte VAE-Gruppe, gefolgt vom Irak – sofern dieser sich nicht schon selbst über die interkontinentale Relegation qualifiziert. Infantino dürfte den Asiaten den Vorzug geben, um die Kontingente nicht zu verwässern.

Irak plant bus-karawane nach amman

Irak plant bus-karawane nach amman

Zwischen Bomben und Flugverbotszonen plant Graham Arnold, der schottische Coach der „Löwen des Zweistromlands“, ein Roadmovie: 1.400 Kilometer mit dem Reisebus von Bagdad nach Amman, dann Umstieg auf den Charterflug nach Monterrey. Abfahrt Freitag, elf Tage vor dem entscheidenden Play-off gegen den Sieger Bolivien–Suriname. Die Variante Istanbul-Overland verwarf der Verband sofort – 48 Stunden Zoll- und Grenzchaos sind bei 35 Grad Außentemperatur keine Option.

Die Spieler um Stürmer Mohanad Ali, der gegen die VAE das 1:1 schoss, trainieren derzeit im Militärstadion von Basra, weil zivile Sportanlagen als zu gefährlich gelten. Die Mannschaftsarztin Dr. Layla Al-Hilali bestätigte, dass jedes Mitglied eine Notfall-Apotheke mit Blutstillern und Antibiotika dabei hat – Standard seit dem Luftschlag auf den Flughafen Mossul vor zwei Wochen.

Die Fifa wird in den nächsten Tagen einen Sonder-Kongress einberufen. Geht der Iran leer aus, droht ein Prozess vor dem Internationalen Sportgericht. Geht der Irak leer aus, wartet bereits ein 50-Bus-Konvoi, um die Spieler heimlich über die Wüste zu schicken. Die WM beginnt in 100 Tagen. Die Uhr tickt – nicht nur auf dem Platz.