Euroliga: geld regiert das spiel – wer kassiert die millionen?
Die Euroliga hat mit dem Slogan „Every Game Matters“ (Jedes Spiel zählt) voll ins Schwarze getroffen. Denn in der Königsklasse des europäischen Basketballs ist nicht nur der Titel entscheidend, sondern auch die Platzierung in der Abschlusstabelle – und damit die prall gefüllten Geldkonten der Teams. Während lange Zeit das Gerücht kursierte, dass Euroliga-Klubs keine Prämien für Siege erhalten, lügt diese Vorstellung heillos.
Die rangliste entscheidet über die boni
Am Ende jeder Saison wertet die Euroliga die Teams nicht nur nach dem Abschneiden in der Final Four, den Playoffs oder dem Play-In, sondern auch nach der regulären Saison aus. Diese Gesamtbewertung fließt in eine finale Rangliste ein, die die Prämienauszahlungen bestimmt. Der Champion, der nicht nur Ruhm und Ehre erntet, sondern auch den begehrten Pokal in den Himmel stemmt, kann sich über stolze 2,4 Millionen Euro freuen. Ein ordentlicher Batzen, der die Motivation für jeden Spieler und Trainer zusätzlich anheizt.
Doch auch der Vizekusen, also der im Finale unterlegene Verein, geht nicht leer aus. 2,1 Millionen Euro landen auf dessen Konto. Die Halbfinalisten bekommen je nach Platzierung in der regulären Saison 1,8 oder 1,5 Millionen Euro. Ein Detail, das oft übersehen wird: Bei einem Ausscheiden in derselben Runde entscheidet die Position in der Tabelle der regulären Saison über die endgültige Platzierung und somit über die Höhe der Prämien. Fenerbahce beispielsweise, sollte es nicht ins Finale schaffen, würde stets als Vierter gewertet werden.
Die Spannung im Halbfinale zwischen Valencia und Real Madrid ist daher nicht nur sportlicher Natur. Beide Teams kämpfen am Sonntag nicht nur um den Einzug ins Finale, sondern auch um die Chance, sich eine Summe von über zwei Millionen Euro zu sichern – entweder als Sieger (2,4 Millionen) oder als Verlierer (2,1 Millionen). Die Euroliga stellt insgesamt 15 Millionen Euro an Prämien bereit, verteilt auf die Top 20 Teams. Während die Spitzenklubs noch um die größten Summen kämpfen, gehen Teams wie Kosner Baskonia und Anadolu Efes mit leeren Händen nach Hause.
Der FC Barcelona wurde mit 675.000 Euro belohnt, nachdem man im Play-In den Kürzeren gezogen hatte. Die Verteilung der Prämien zeigt deutlich: In der Euroliga zählt nicht nur der sportliche Erfolg, sondern auch die Konstanz über die gesamte Saison hinweg. Die Auslosung der Gewinner und Verlierer der Euroliga ist somit ein Spiegelbild der Leistungen und der finanziellen Möglichkeiten der einzelnen Klubs.

Die prämienübersicht im überblick
Um einen klaren Überblick zu geben, hier die Prämienverteilung der Euroliga:
- Champion: 2.400.000 Euro
- Vize-Champion: 2.100.000 Euro
- Verlierer im Halbfinale (bessere Platzierung in der regulären Saison): 1.800.000 Euro
- Verlierer im Halbfinale (schlechtere Platzierung in der regulären Saison): 1.500.000 Euro
- Zalgiris Kaunas: 1.200.000 Euro
- Hapoel Tel Aviv: 1.050.000 Euro
- Panathinaikos: 900.000 Euro
- AS Monaco: 750.000 Euro
- FC Barcelona: 675.000 Euro
- Estrella Roja: 600.000 Euro
- Dubai Basketball: 525.000 Euro
- Maccabi Tel Aviv: 450.000 Euro
- Bayern München: 375.000 Euro
- Armani Mailand: 300.000 Euro
- Partizan: 225.000 Euro
- Paris Basketball: 150.000 Euro
- Virtus Bologna: -
- Kosner Baskonia: -
- Anadolu Efes: -
- ASVEL Villeurbanne: -
Die finanzielle Bedeutung der Euroliga ist unbestreitbar – und die kommenden Spiele werden zeigen, welche Teams ihre Investitionen am besten zu nutzen wissen.
