Cubarsí: zweitliga-titel weckt führungsanspruch – champions-league-träume bleiben vorerst unerfüllt
Barcelona – Der junge Verteidiger Pau Cubarsí hat in einem Interview mit Catalunya Radio eine selbstbewusste Bilanz seiner bisherigen Karriere gezogen. Mit nur 19 Jahren feiert er bereits seinen zweiten Ligatitel in Folge, doch der Durst nach Erfolg ist noch lange nicht gestillt. Während die Meisterschaft als krönender Abschluss gewertet wird, nagt die Enttäuschung über das Scheitern in der Copa del Rey und der Champions League.
Die euphorie nach dem erneuten titelgewinn
Zwei aufeinanderfolgende Meisterschaften sind ein bemerkenswertes Zeichen der Dominanz, so Cubarsí. „Es ist spektakulär, diese Anerkennung zu erhalten. Wir haben in den letzten zwei Jahren ein außergewöhnliches Niveau gezeigt“, erklärte er. Doch der junge Verteidiger blickt weit über die bereits errungenen Erfolge hinaus.

Der bittere nachgeschmack des scheiterns
Obwohl die Saison mit zwei Titeln abgeschlossen wurde, schwingt im Tonfall von Cubarsí eine gewisse Enttäuschung mit. „Ich würde nicht sagen, dass es eine unvollständige Saison war, wir haben zwei Titel geholt. Aber der Traum von der Copa und der Champions League blieb unerfüllt. Wir müssen uns darauf konzentrieren, besser zu werden.“

Die hohe defensivlinie – eine frage der philosophie
Trainer Xavi hat eine klare Philosophie in der Defensive etabliert, die Cubarsí voll und ganz unterstützt. „Es ist die Philosophie des Trainers, und wir setzen sie konsequent um. Sie hat uns viel gebracht.“ Dabei ist sich der Youngster bewusst, dass die hohe Defensivlinie auch Risiken birgt.
Die strittige Szene gegen Atlético: „Es gibt immer Raum für Verbesserungen, auch bei der hochstehenden Abwehr. Die Entscheidung in Sekundenbruchteilen zu treffen, ist eine wertvolle Lektion für die Zukunft“, so Cubarsí bezüglich seiner roten Karte im Spiel gegen Atlético.
Blick in die zukunft: führungsrolle und entwicklung
Cubarsí ist sich seines Potenzials bewusst und möchte sich weiterentwickeln. „Ich bin 19 Jahre alt und habe noch viel vor mir. Ich muss Erfahrung sammeln, was mir helfen wird, die Führungsrolle im Team zu übernehmen. Als Verteidiger, nach dem Torwart, hat man einen guten Überblick über das gesamte Spielfeld – hier muss ich mich verbessern.“
Über mögliche Neuzugänge wie Bastoni möchte er sich nicht äußern. „Wir konzentrieren uns auf die Spieler, die wir bereits haben, deren Niveau ist absolut herausragend.“ Auch auf den Youngster Cortés spricht er in höchsten Tönen: „Er ist ein großartiger Junge, älter als ich, und Spielführer der zweiten Mannschaft. Mit seiner Intensität und seinem Charakter kann er es weit bringen.“
Der Fokus liegt auf dem FC Barcelona: Fragen zum Real Madrid oder zur Weltmeisterschaft möchte Cubarsí nicht beantworten. Seine ganze Konzentration gilt dem aktuellen Verein. Die Verletzung von Fermín López schmerze das Team sehr, so der junge Verteidiger.
Die Saison mag für Cubarsí und Barcelona zufriedenstellend geendet sein, doch er zeigt deutlich, dass der Hunger nach mehr noch lange nicht gestillt ist. Mit seiner Entschlossenheit und seinem Ehrgeiz ist er auf dem besten Weg, sich als feste Größe im spanischen Fußball zu etablieren – und vielleicht bald auch als Kapitän seiner Mannschaft.
