Drei deutsche jagen den titel: kharchenkov, grünloh und reibe stehen in den ncaa-finals

Ivan Kharchenkov ballte die Faust, als Jaden Bradley den Ball aus zehn Metern versenkte – 0,4 Sekunden vor dem Ende. 82:80 für Arizona, 17 Punkte des Ex-Bayern-Guards, Platz im Big-12-Finale. Die nächste Runde ist schon in fünf Stunden.

Kharchenkov schreibt die krimi-story selbst

6/9 aus dem Feld, 5 Assists, 3 Steals – Zahlen, die in der Boxscore kalt wirken, aber im Kopf von Iowa State wie ein Kater pochen. Dominykas Pleta kam von der Bank, blieb in 15 Minuten ohne Wurf, ohne Punkt. Die Cyclones sind trotzdem sicher für March Madness, doch die Trophäe fahren sie nicht ein.

Um 23 Uhr trifft Arizona auf Houston. Kharchenkov hat zwei Stunden, um die Duschen trocken zu legen und die Beine wieder voll Blut zu pumpen. Wer ihn kennt, weiß: Er wird noch mal nachlegen.

Grünloh spielt mit gebrochener hand – und gewinnt

Grünloh spielt mit gebrochener hand – und gewinnt

Johann Grünloh hatte Donnerstag noch eine Schiene am Handgelenk, am Samstag stand er gegen Miami in der Starting-Five. Elf Minuten, null Punkte, aber drei Rebounds und ein Block, der die Virginia-Fans zum Brüllen brachte. 84:62, ein Ergebnis, das wie ein Schlag auf die Trommel klingt.

Nachts um 2 Uhr deutscher Zeit folgt Duke. Cam Boozer warf Clemson mit 24 Punkten und 14 Rebounds aus der Halle. Grünloh wird wieder beißen, egal wie viele Schmerztabletten es kostet.

Reibe kommt von der bank und trifft wie ein starter

Reibe kommt von der bank und trifft wie ein starter

Eric Reibe war in Berlin noch Jugend-Nationalspieler, jetzt ist er der X-Faktor von UConn. 16 Minuten, 8 Punkte, 4/5 Feldwürfe, zwei Blocks – die Statistik liest sich wie ein Lehrbuch für „Energy vom Bench“. 67:51 gegen Georgetown, 23.30 Uhr folgt St. John’s.

Drei Deutsche, drei Finals, ein Samstag, der in die NCAA-Geschichte eingeht. Wer am Ende die Trophäe hebt, ist offen. Fakt ist: Das deutsche Basketballherz schlägt heute Nacht dreimal. Und es schlägt laut.