Doppel-elfmeter dreht spiel: meuselwitz schießt altglienicke mit schiedsrichter-hilfe ab
Der ZFC Meuselwitz hat die VSG Altglienicke am Sonntag mit 4:0 (2:0) vom grünen Klee gestriegelt – und dabei zwei Geschenke des Unparteiischen nötig. Erst ein umstrittener Strafstoß, dann die Rote Karte gegen Tim Rieder: Die Gäste aus Berlin brachen nach 33 Minuten ein, obwohl sie zuvor das Spiel dominiert hatten.
Die ersten 20 minuten gehörten ganz altglienicke
Jonas Nietfeld köpft aus sieben Metern knapp daneben, Erik Tallig wird im Strafraum gerade noch gestellt – der Auftakt lief nach Wunsch von VSG-Coach Ersan Partalan. Doch dann kam der Einwurf an der Sechzehnerlinie, Eric Stiller rutschte weg, David Kebe grätschte ihn um. Schiedsrichter Patrick Kneer zeigt sofort auf den Punkt. Florian Hansch verwandelt eiskalt.
Neun Minuten später legt Hansch nach – wieder per Elfmeter, diesmal nach Foul an Tim Rieder. Der Altglienicker Kapitän sieht Rot, weil er laut Kneer als Letzter klare Torchance verhindert hat. Die Gäste stehen mit zehn Mann, die Partie ist gelaufen.

Califo balde macht den sack zu
Mit Beginn der zweiten Hälfte bringt Partalan Elidon Qenaj und Noah Kardam, doch der Druck bleibt halbherzig. Meuselwitz dagegen schaltet um: Nach einem Abstoß gewinnt Christoph Pauling die Kopfballduelle, spielt Califo Balde steil, der Angreifer lässt zwei Verteidiger stehen und schlenzt ins lange Eck. Das 3:0 fällt in der 65. Minute, das 4:0 zehn Minuten später – wieder Balde, diesmal mit einem Schuss aus 14 Metern in die rechte Ecke.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Meuselwitz traf viermal aus elf Torschüssen, Altglienicke blieb bei 62 Prozent Ballbesitz ohne Treffer. Die VSG rutscht auf Rang zwölf ab, Meuselwitz klettert auf Platz sieben – nur drei Punkte hinter Aufstiegsrang drei.
Für Altglienicke bleibt die Erkenntnis: Ohne die beiden Strafstoß-Entscheidungen hätte das Spiel anders ausgesehen. Doch Fußball ist kein Wunschkonzert – und Meuselwitz hatte den kälteren Kopf, als es darauf ankam.
