Dfb schweigt: terminchaos droht im pokal-halbfinale
Der Kalender lügt nicht. Wenn Bayern München am 19. April um 17.30 Uhr auf VfB Stuttgart trifft, tickt danach die Uhr gnadenlos: Beide Teams sollen nur zwei Tage später imDFB-Pokal-Halbfinale ran. Wie das gehen soll, weiß offenbar noch niemand – zumindest nicht der DFB, der auf eine direkte Anfrage bislang keine Antwort gegeben hat.
Ein sonntag mit sprengkraft
Die DFL hat die Spieltage 28 bis 30 zeitgenau angesetzt – und damit ein Terminproblem geschaffen, das sich nicht einfach wegdiskutieren lässt. Bayern und Stuttgart bestreiten am Sonntag ihr Bundesliga-Duell, weil beide Klubs zuvor in der Woche europäisch im Einsatz sind. Vernünftig gedacht. Aber was folgt, ist eine logistische Zwickmühle: Der VfB empfängt danach im Halbfinale denSC Freiburg, die Münchner gastieren bei Bayer Leverkusen. Planmäßig wäre Dienstag Spieltag – also 48 Stunden nach dem Abpfiff in München.
Freiburg spielt am selben Sonntag übrigens selbst noch: um 15.30 Uhr gegen den 1. FC Heidenheim. Auch das klingt nach einem Abend, an dem niemand wirklich frisch in die Woche startet.

Stuttgart hat vorher noch ein highlight zu verdauen
Zwei Wochen vor dem Bayern-Spiel wartet auf den VfB bereits ein weiteres Spitzenspiel. Das Heimduell gegen Borussia Dortmund am 4. April hat die DFL offiziell zum Topspiel erklärt – Anstoß Samstagabend um 18.30 Uhr. Stuttgart steckt also mitten in einer Phase, die selbst routinierten Bundesliga-Planern Respekt abverlangt.
Die nächste Terminrunde soll zwischen dem 23. und 27. März folgen, sobald die Achtelfinals im Europapokal abgewickelt sind. Bis dahin bleibt die Frage offen, wie der DFB das Halbfinale entzerren will. Verschiebung, Sondergenehmigung, stille Einigung hinter verschlossenen Türen? Der Verband hat sich noch nicht bewegt. Und je länger er wartet, desto enger wird der Spielraum.
