Lilien empfangen kiel: kohfeldt gegen den walter-hype

Am Böllenfalltor riecht es am Samstag nach Bratwurst – und nach einem Duell, das mehr Sprengstoff birgt, als es auf den ersten Blick scheint. Darmstadt 98 empfängt Holstein Kiel, und mit den Norddeutschen kommt ein Mann, der gerade die gesamte Zweite Liga in Aufruhr versetzt: Tim Walter, seit eineinhalb Wochen neuer Trainer an der Förde, selbsterklärter Apostel des totalen Offensivfußballs.

Walter-ball trifft auf lilien-realismus

Walter-ball trifft auf lilien-realismus

Walter ist eine Type. Bei seiner Antrittsrede in Kiel verkündete er vollmundig, seine Mannschaften seien stets die besten im Ballbesitz, im Gegenpressing, im Spiel gegen den Ball gewesen. Schön gesagt. Nur: Beim VfB Stuttgart, beim Hamburger SV und zuletzt bei Hull City blieben die großen Ziele unerreicht. Kiel steht auf Rang 15 und kämpft gegen den Absturz in die Dritte Liga. Das ist die Wahrheit hinter der Antrittsrede.

Lilien-Coach Florian Kohfeldt kennt Walter nicht persönlich, lobt ihn aber pflichtbewusst als Vertreter eines „speziellen Fußballs